"Gegen Austria könnte neuer Trainer auf der Bank sitzen"

Beim (heutigen) UEFA-Cup-Spiel FC Utrecht - GAK werden nicht nur die Weichen für den Aufstieg in die zweite Runde gestellt, sondern es entscheidet auch über die Zukunft des von der Ablöse bedrohten Trainer Werner Gregoritsch. Rudi Roth ließ am Donnerstag Vormittag keinen Zweifel daran: "Sollte der Fall eintreten, dass wir kaum mehr eine Aufstiegschance haben, ist es denkbar, dass am Sonntag gegen die Austria bereits ein neuer Trainer auf der Bank sitzt."
Erster Anwärter wäre in diesem Fall wohl der frühere ÖFB-Teamchef Herbert Prohaska, der ja früher u.a. auch die Wiener Austria betreut hatte.
Roth bezeichnete allerdings gleichzeitig Gregoritsch als "guten Trainer" und hoffte auf ein "achtbares Resultat" gegen die Niederländer. "Eine Niederlage von ein bis zwei Toren lasse ich gelten", sagte der Präsident, der Prohaska wegen eines möglichen Trainer-Jobs in Graz laut eigenen Angaben schon vor rund einer Woche kontaktiert hatte. Laut Roth gab es damals keine Ablehnung, aber auch keine Zusage, da Prohaska sich in dieser Causa auch noch mit seiner Familie beraten wollte. Sportdirektor Peter Svetits, der erst am Donnerstag in Utrecht erwartet wurde, hätte in der Zwischenzeit Zeit gehabt, die Lage weiter zu sondieren.
Ramusch würde Trnnung bedauern
Der von Rückenproblemen geplagte Kapitän Didi Ramusch, der nach Behandlungen mit Infiltrationen gegen Utrecht auf jeden Fall spielen wollte, würde eine Trennung von Gregoritsch bedauern. Deshalb lautete für ihn und seine Mitspieler die Devise für das abendliche Match: "Wir wollen uns für das 0:7 rehabilitieren. Wir spielen für uns und unseren Trainer. Denn es gibt keinen in der Mannschaft, der gegen Gregoritsch ist."
"Leute im Verein wollen mich weg haben" Gregoritsch weiß nur zu genau, dass er derzeit als GAK-Trainer einen extrem schweren Stand hat. "Ich kenne die Strömungen im Klub. Es gibt Leute im Verein, die mich weg haben wollen. Selbst nach unserem Cupsieg war das so", erinnerte der 43-jährige Coach, der erst Mitte August seinen Vertrag bis 2003 verlängert hat. Was sich während der vergangenen Tage diesbezüglich getan hat, ist aus seiner Sicht jedenfalls "nicht die feine Art."
Einerseits glaubt er, dass die Mannschaft gegen Utrecht für ihn spielen könnte, andererseits hegte er Zweifel daran: "Es ist fraglich, ob sie für einen Trainer spielt, der vom Vorstand in Frage gestellt ist."
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