Samstag, 22. September 2001

Es geht um wichtige Themen für Arbeitnehmer

"Sachfragen müssen wieder in den Vordergrund gerückt werden." Dieser Meinung ist Fritz Neugebauer, Chef der Gewerkschaft öffentlicher Dienst. Er verteidigt die Entscheidung des ÖGB, dass die Urabstimmung am Montag beginnt und der Zeitplan eingehalten wird. "Es geht um wichtige Themen für die Arbeitnehmer..."

Der GÖD-Chef in einem Radio-Interview: Es gehe ja nicht um ein "Oktoberfest" sondern um die Versachlichung des politischen Geschehens.

Kritik an den Fragen der Urabstimmung weist Neugebauer zurück. Wer die Themen als "Nona-Themen" bezeichne, bringe damit zum Ausdruck, dass es sich um Selbstverständlichkeiten handle. Diese Personen seien im Boot mit der Gewerkschaft willkommen. Es gebe allerdings auch jene, die einen zunehmend neoliberalen Zug in die Gesellschaften einbrächten, begründete der GÖD-Vorsitzende den Sinn der Befragung. Einen ersten Erfolg sieht er bereits, hätten doch Bundespräsident, Bundeskanzler und einige Landeshauptleute als Reaktion auf die Fragen die Bedeutung der Sozialpartnerschaft betont "Das ist schon ein Gewinn der Urabstimmung, bevor sie überhaupt begonnen hat".

Ab wie viel Prozent gilt die Urabstimmung als Erfolg?
Die von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch angegebenen 50 Prozent könnten zwar eine Latte sein. Aber Neugebauer lehnt die Nennung eines Prozentsatzes ab. Immerhin habe es solch ein Projekt in dieser Größenordnung noch nie gegeben. Dass die Urabstimmung unter den Ereignissen in den USA leiden könnte, hält der GÖD-Chef zwar für möglich, er verwies aber auf die relativ lange Dauer von drei Wochen.

22.9.2001 14:16