Bereitschaft zu "intensiverem Dialog"

Die nordirische Untergrundorganisation IRA hat am Mittwoch ein Angebot vorgelegt, das einen intensiveren Dialog mit der Entwaffnungskommission vorsieht. Es gehe darum, den "die Waffenfrage betreffenden Prozess" zu beschleunigen, hieß es in einer in Dublin vorgelegten Erklärung.
Die bisherige Weigerung der IRA, mit der im Karfreitagsabkommen von 1998 vereinbarten Entwaffnung zu beginnen, hat zum Rücktritt des nordirischen Regierungschefs und einer schweren Krise des Friedensprozesses geführt.
Am Mittwoch berieten der britische Premierminister Tony Blair und sein irischer Kollege Bertie Ahern in London über den Friedensprozess in der Provinz. Großbritannien hatte im vergangenen Monat der Regionalregierung für einen Tag die Vollmacht entzogen und damit die Frist zur Wahl eines neuen Ersten Ministers um sechs Wochen verlängert. Diese läuft nun am kommenden Wochenende ab. Blair könnte dieses juristische Manöver wiederholen und damit noch mehr Zeit für Verhandlungen mit der IRA gewinnen. Bei einem Scheitern kann die britische Regierung auch die Regionalregierung auflösen und Neuwahlen ausrufen.
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