Prominente wollen "Demokratie stärken"

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Fritz Neugebauer, rief heute zur Beteiligung an der Urabstimmung des ÖGB auf. Unterstützung kam prompt von den Schauspielern Marika Lichter und Adi Hirschal. Auch die Bau- und Holzarbeiter sind dabei.
Neugebauer forderte die Stärkung der Sozialpartnerschaft, die Ausweitung der Mitbestimmung der Arbeitnehmer und die Beibehaltung der Pflichtversicherung. Die Bau- und Holzarbeiter haben "kein Verständnis dafür, dass sie von der Bundesregierung in Stich gelassen werden."
Neugebauer verlangt auch die "Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der öffentlichen Dienste und den Stopp des unwiderruflichen Ausverkaufs öffentlichen Eigentums (z.B. Betriebe, Strom, Wasser, Wälder), um unsere Grundversorgung zu sichern."
Da nur ÖGB-Mitglieder an der Urabstimmung teilnehmen können, überbrachten Hirschal und Lichter ihre Beitrittserklärungen. "Wer auch in Zukunft eine Gesellschaft will, in der auch die Schwächsten nicht unter die Räder kommen, müsse ein deutliches Zeichen dafür setzen", erklärten die beiden ihr Anliegen.
"Die Untätigkeit der derzeitigen Bundesregierung bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik darf nicht länger hingenommen werden", stellte Johann Driemer, ÖGB-Vizepräsident und Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), in einer Aussendung fest. Die Urabstimmung sei auch ein "Zeichen gegen diese soziale Kälte in unserem Land." Die Bauarbeiter brauchten "Beschäftigung und keine Sonntagsreden".
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