Japans Justiz folgte Hinweisen aus Peru

Der peruanische Ex-Präsident Alberto Fujimori ist in Zusammenhang mit den in seiner Heimat erhobenen Korruptionsvorwürfen von einem japanischen Richter in Tokio befragt worden.
Ein Bezirksrichter habe Fujimori auf Ersuchen der peruanischen Behörden "irgendwann im Juli oder im August" vernommen, sagte ein Gerichtssprecher. Zu den Details der Befragung äußert er sich aber nicht. Ein Bericht über die Vernehmung sei nach Lima geschickt worden.
Fujimori ist japanischer Abstammung und hat sich im November vergangenen Jahres, als er seinen Präsidenten-Posten verlor, nach Japan abgesetzt. Dort wurde ihm die japanische Staatsbürgerschaft gewährt. Fujimori hat Korruptionsvorwürfe aus Peru, ebenso wie Berichte, er habe Bankkonten in Dollar-Millionenhöhe in Tokio, bestritten.
Vorwurf: Mord!
Vergangene Woche hatte das oberste Gericht von Peru einen internationalen Haftbefehl gegen Fujimori ausgestellt - wegen Mordes. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Verantwortung für die Massaker der Todesschwadron Colina vor. Japan hat wiederholt erklärt, Fujimori nicht nach Peru auszuliefern. Die japanische Verfassung verbietet einen solchen Schritt.
Fujimori regierte Peru autoritär von 1990 bis 2000. Er besiegte mit umstrittenen Methoden die Terror-Herrschaft der Guerilla-Organisationen "Leuchtender Pfad" und "Tupac Amaru".
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