Schwierige Friedens-Mission

Der UNO-Sicherheitsrat hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das Mandat für 16.600 Blauhelmsoldaten in Sierra Leone um sechs Monate verlängert. In einer einstimmigen Resolution verurteilte das Gremium Angriffe der Rebellen auf Zivilisten. Die UNOMSIL-Mission in Sierra Leone ist zur Zeit die bedeutendste Friedensmission der Vereinten Nationen.
Die Rebellen-Gruppe "Vereinigte Revolutionäre Front" (RUF) wurde wegen ihrer Angriffe auf Zivilisten verurteilt und aufgefordert, das Waffenstillstands-Abkommen von Abuja zu erfüllen.
In dem zehn Jahren dauernden Bürgerkrieg in Sierra Leone kamen mindestens 200.000 Menschen ums Leben. Das Friedensabkommen von Lomé vom Juli 1999 hätte dem Bürgerkrieg ein Ende setzen sollen. Der Friedensprozess scheiterte jedoch, als die Rebellen im Mai 2000 mehrere hundert Blauhelmsoldaten wochenlang gefangen hielten. Im November vergangenen Jahres unterzeichneten die Konfliktparteien in der nigerianischen Hauptstadt Abuja ein Waffenstillstands-Abkommen.
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