Keine Zugeständnisse an Palästinenser

Nach den Anschlägen in den USA ist Israel nach den Worten von Ministerpräsident Ariel Sharon "nicht bereit, den Preis für ein Anti-Terror-Bündnis zu bezahlen". Sein Land befürworte aber den internationalen Kampf gegen den Terrorismus unter der Leitung der USA, sagte Sharon am Sonntag in einer Fernsehansprache anlässlich des jüdischen Neujahrsfest.
Damit lehnte er indirekt mögliche Zugeständnisse Israels im Konflikt mit den Palästinensern im Rahmen einer weltweiten Anti-Terror-Koalition ab.
Sharon bestätigte, Israel unterstütze Washington bei den geheimdienstlichen Ermittlungen zu den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium in Washington vom Dienstag "im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit unserer beiden Ländern". Eine mögliche Beteiligung Syriens an einem Bündnis gegen den Terrorismus lehnte Sharon ab.
Arafat: "Fühle mich Waffenruhe verpflichtet"
Der palästinensische Präsident Yasser Arafat fühlt sich nach eigenen Worten einer Waffenruhe verpflichtet. Nach der an ihn gerichteten Aufforderung des israelischen Regierungschefs Ariel Sharon, eine Waffenruhe auszurufen, sagte Arafat am Sonntag vor Journalisten in Gaza: "Wie oft haben wir schon Waffenruhen ausgerufen! Wir sind einer Waffenruhe verpflichtet. Aber bedauerlicherweise, während sie (die Israelis, Anm.) diese Worte aussprechen, setzen sie ihre Angriffe auf Gaza, auf Jenin fort ..."
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