Aktienmarkt erreicht Tiefstand

Der Vorstand des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat für Brasilien einen Bereitschaftskredit über 15,58 Milliarden Dollar (16,9 Mrd. Euro/233 Mrd. S) gebilligt. Der bis Dezember 2002 befristete Bereitschaftskredit soll Brasilien helfen, vor allem die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise im benachbarten Argentinien überwinden.
Die erste Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin, Anne Krueger, erklärte in einer am Freitag in Washington veröffentlichten Erklärung, seit der Finanzkrise des Jahres 1998 habe Brasilien zwar seine finanzielle Situation wesentlich verbessern können. Die insgesamt unsichere internationale Wirtschaftslage und die Energiekrise im Inland erzeugten aber erheblichen Druck auf die Geld-, Zins- und Währungspolitik.
Eine erste Tranche über bis zu 4,7 Milliarden Dollar kann Brasilien sofort in Anspruch nehmen. Der IWF hatte bereits im August angedeutet, dass er Brasilien unterstützen wolle. Der neue Bereitschaftskredit löst eine Vereinbarung vom Dezember 1998 ab.
Der Aktienmarkt in Brasilien schloss am Freitag um 2,6 Prozent tiefer bei 10.034 Punkte. Dies war der niedrigsten Stand seit dem 19. August 1999. Bereits am Donnerstag hatte die Börse in Sao Paulo 7,3 Prozent an Wert eingebüßt.

