Lieferquote an die EU wurde um 101.953 t überschritten

Das wird teuer: Österreichs Milchbauern waren wohl übereifrig und lieferten weit mehr Milch, als die Quote der EU vorsieht. Jetzt bekamen sie die safte Rechnung präsentiert und müsen eine halbe Milliarde Schilling Strafe zahlen.
Auch in Italien, Finnland, Deutschland, Dänemark, Luxemburg und Griechenland wurden die Quoten überschritten. Insgesamt müssen diese Länder für 818.000 t zu viel gelieferter Milch 289 Mill. Euro nachzahlen.
Die Zahl der aktiven Milcherzeuger in der EU ist in den letzten fünf Jahren von 858.000 auf 642.000 zurückgegangen, so die EU-Kommission. Die durchschnittliche Lieferung stieg aber in diesem Zeitraum von 134 auf 163 t. EU-weit wurden im Wirtschaftsjahr 2000/01 117 Mill. t Milch angeliefert. Eine Mill. t wurden zusätzlich als Direktverkäufe verbucht.
In Österreich wurden 111.287 t als Direktverkäufe angegeben, was einer Unterschreitung der zulässigen Quote um 21.600 t entspricht. 25.500 Erzeuger lieferten direkt an die Konsumenten, was mehr als die Hälfte aller Betriebe ist, die in der EU direkt an Konsumenten verkaufen (46.700).

