Duisenberg erwartet Inflationsrate 2002/03 unter 2%

Europa droht nach den Worten des EZB-Päsidenten Wim Duisenberg keine Rezession, der wirtschaftliche Abschwung in Europa sei aber stärker als bisher erwartet. Einige Faktoren deuteten aber daraufhin, dass eine Erholung möglicherweise bereits absehbar sei, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) heute, Mittwoch, bei einer Anhörung vor dem Europäischen Parlament in Brüssel.
Duisenberg sagte, er sehe eine moderate Erholung in der Eurozone in 2002 und eine Beschleunigung in 2003. Die gesunkene Inflation werde das Verbrauchervertrauen und den Konsum stärken. Die Prognosen einer raschen Erholung der US-Konjunktur waren Duisenberg zufolge zu optimistisch. Nach den Terroranschlägen in den USA sehe er aber keine Probleme mit Banktransaktionen, sagte Duisenberg.
Die Preissteigerungsrate in der Euro-Zone wird sich nach Einschätzung von EZB-Chef Wim Duisenberg im nächsten wie im übernächsten Jahr knapp unter zwei Prozent bewegen. Mit Blick auf die Anschlagsserie in den USA sagte Duisenberg am Mittwoch in Brüssel weiter, diese könnten sich langfristig auf die Wirtschaft auswirken. Duisenberg mahnte zu Besonnenheit. Kurzfristig sei es zu früh für Urteile über die Auswirkungen. Überstürzte Reaktionen der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die Terroranschläge hätten eher Panik hervorgerufen als für Ruhe gesorgt. Nach den Anschlägen sehe er keine Probleme für Banktransaktionen, sagte Duisenberg weiter.
Das Wachstum in der Euro-Zone ist nach den Worten des Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB) Wim Duisenberg wahrscheinlich niedriger, als noch vor einigen Monaten erwartet. Die gegenwärtige Konjunkturabkühlung könne den Preisauftrieb bremsen, sagte Duisenberg am Mittwoch in Brüssel. Der EZB-Chef sagte weiter, es könne eine schrittweise Stärkung der Binnennachfrage in der Euro-Zone erwartet werden. Auch die Zurückhaltung in der Lohnpolitik werde wahrscheinlich anhalten.

