Absatz um 12 Prozent gestiegen

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hat sich nach deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen im abgelaufenen Geschäftsjahr auch für die kommenden Monate optimistisch gezeigt. Die Nachfrage lasse weiterhin hohe Absätze erwarten, und die Neueinführung von zwei neuen Fahrzeug-Modelle werde sich positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken, teilte das Unternehmen am Dienstag in Stuttgart mit.
In dem Ende Juli abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 steigerte Porsche den Vorsteuergewinn erstmals auf über eine Mrd. DM (511 Mill. Euro/7,04 Mrd. S) von knapp 850 Mill. Mark im Vorjahr. Umsatz und Fahrzeug-Absatz wuchsen jeweils im zweistelligen Prozent-Bereich. Die Porsche-Aktie legte zum Handelsauftakt deutlich zu.
Der Stuttgarter Autobauer, der als der profitabelste seiner Branche gilt, hatte bereits Anfang vergangenen Monats erste Angaben zum Verlauf des Geschäftsjahres 2000/2001 gemacht. Der Mitteilung vom Dienstag zufolge steigerte Porsche den Absatz um knapp zwölf Prozent auf 54.586 Fahrzeuge. Knapp die Hälfte davon seien auf die Baureihe 911 entfallen, deren Absatz um 15,9 Prozent gestiegen sei. Wesentlichen Beitrag zu diesem Wachstum habe der Verkauf des Turbo geliefert, hieß es. Vom kleinsten Porsche-Modell, dem Boxster, seien mit 27.865 Einheiten über acht Prozent mehr verkauft worden als im Vorjahr. Die gesamte Sportwagen-Produktion sei um 14,3 Prozent auf 55.782 Fahrzeuge gewachsen.
Den Umsatz erhöhte Porsche den weiteren Angaben zufolge um etwa ein Fünftel auf rund 8,5 Mrd. DM. Angesichts der weltweit anhaltend starken Nachfrage und den Verkaufsstarts der neuen Modelle 911 Targa und Carrera 4S, die Porsche auf der am Donnerstag beginnenden Internationalen Automobil-Ausstellkung (IAA) in Frankfurt präsentieren will, werde mit einem weiterhin hohen Niveau bei Umsatz und Absatz gerechnet.
Porsche erzielte die Gewinnsteigerung im vergangenen Geschäftsjahr trotz hoher Investitionskosten für die Entwicklung des Gelände-Sportwagens Cayenne, der im kommenden Jahr auf den Markt gebracht werden soll. Für die Endmontage des Cayenne errichtet der Konzern in Leipzig eine neue Fertigungsstätte. Durch den neuen Wagen soll der Porsche-Absatz nach früheren Angaben auf mindestens 75.000 Fahrzeuge steigen. Porsche hat zudem den Bau einer weiteren neuen, dann vierten Modellreihe angekündigt, bisher jedoch ausgelassen, um was für ein Fahrzeugtyp es sich handeln wird. In der Fachpresse wird unter anderem darüber spekuliert, dass es sich um einen besonders leistungsstarken Sportwagen mit Frontmotor handeln könnte.
Der Aktienkurs der Porsche AG zog im frühen Börsenhandel um rund drei Prozent auf 360 Euro an. Das Papier war jüngst von der Deutschen Börse aus dem Nebenwerte-Index MDax herausgenommen worden, da sich der Sportwagenbauer weigert, die von der Börse vorgeschriebenen Quartalsberichte zu erstellen.

