Montag, 10. September 2001

Wiedereinstieg in den Handel unter eigenem Namen

Die Konsum Genossenschaft will wieder unter eigenem Namen in den Handel einsteigen. Konkret geplant ist ein Internet-Shop, in dem Waren unter dem altbekannten Namen verkauft werden.

"Diese Überlegung gibt es", bestätigt Konsum-Vorstand Jan Wiedey. In dem Online-Shop sollen, so der Plan, die noch verbliebenen rund 50.000 Genossenschafter einkaufen. "Aber auch andere", so Wiedey. Überdies soll ein Konsum-Museum sowie ein Archiv des 145 Jahre alten Unternehmens im Internet eingerichtet werden. Der Start für den Online-Auftritt ist für Frühjahr 2002 vorgesehen, so berichtet das Nachrichtenmagazin "profil".

Die nach ihrer Insolvenz im Jahr 1995 und dem darauf folgenden Ausgleichsverfahren entschuldete Konsum-Genossenschaft betreibt schon bisher über ihre Tochtergesellschaft Okay ManagmentgmbH drei Lebensmittelgeschäfte namens "Okay" in den Wiener Bahnhöfen Südbahnhof, Westbahnhof und Landstraße. Derzeit stehe Okay mit den ÖBB in konkreten Verhandlungen, auch in den Bahnhöfen in Krems und Baden zu Geschäfte zu eröffnen.

Der mittlerweile drastisch geschrumpfte Konsum, der mit seinen Okay-Reisproviantgeschäften einen Umsatz von 80 Mill. S (5,8 Mill. Euro) erziele, verdiene so gut, dass bereits seit einiger Zeit auch in neue Beteiligungen investiert werde. Im Laufe der letzten Jahre und Monate habe sich die Okay ManagmentgmbH bei drei Unternehmen eingekauft. Konkret handle es sich um den Internet-Anbieter Contissimo Communications Services AG, ein Unternehmen, das Hansjörg Tengg, Ex-Konsum-Boss und nunmehriger Konsum-Aufsichtsratschef, im Oktober 2000 gegründet habe. Okay ist an Contissimo mit 91 Prozent beteiligt. Das Unternehmen erstellt unter anderem den Internet-Auftritt für den Konsum.

10.9.2001 11:55