SPEZIAL: EURO-EINFÜHRUNG AB 1.1.2002

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So sehen die Euro-Scheine aus
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Tipps für die Umstellung
Am 31. Dezember endet die Schilling-Ära. Einige heimische Banken wollen daher am Neujahrstag 2002, dem Tag, an dem der Euro gesetzliches Zahlungsmittel wird, ihre Filialen teilweise offen halten. Hunderten Bankbediensteten steht nach den Sylvesterfeiern möglicherweise statt einem Feiertag ein harter Arbeitstag bevor. Der Informationsstand (Testen Sie Ihr Wissen beim EURO-Quiz) der Österreicher in Sachen neue Währung ist noch immer gering. NEWS hat daher gemeinsam mit dem Finanzministerium eine Euro-CD zusammengestellt, auf der alle relevanten Informationen per Mausklick auf jedem PC abrufbar sind.
"Es gibt solche Überlegungen aber noch keine endgültigen Entscheidungen", sagte ein Sprecher der Bank Austria am Donnerstag, auf Anfrage. "Das wäre wünschenswert wo es einen lokalen Bedarf gibt, zum Beispiel in Fremdenverkehrsregionen", bestätigt die Raiffeisen Zentralbank (RZB) im Namen der Raiffeisen Geldgruppe solche Überlegungen. Die RZB weist allerdings darauf hin, das auf Grund ihrer Struktur solche Entscheidungen von der jeweiligen örtlichen Raiffeisenbank selbst zu treffen wären. Derzeit noch keine diesbezüglichen Überlegungen werden in der Erste Bank und der BAWAG/P.S.K.-Gruppe angestellt. In der Erste Bank weist man jedoch auf die erweiterten Öffnungszeiten rund um den Jahreswechsel hin.
“Euro-Kollektivvertrag“
Das Offenhalten am Neujahrstag könnte jedoch Probleme bringen, warnt RZB-Sprecher Andreas Ecker. Möglicherweise sei es gar nicht erlaubt, da es sich bei den Kreditinstituten um Gewerbebetriebe handle, für die strenge Regelungen bezüglich Feiertagsarbeit gelten. Wie berichtet, sieht ein von der Banken-Gewerkschaft angestrebter eigener "Euro-Kollektivvertrag" einen besonderer Zuschlag von 10 Euro pro Stunde für Arbeitseinsätze am 1. Jänner 2002 vor. Bisher haben allerdings erst der Bankenverband und der Sparkassensektor optional abgeschlossen. Säumig sind noch Raiffeisen, Volksbanken und Hypos. Institute, die von der im Euro-KV geregelten befristeten Arbeitszeitflexibilisierung Gebrauch machen wollen, hätten dies bis zum 31.10.2001 mittels Options-Erklärung kundtun müssen.
Nach dem SPÖ-Europaabgeordneten Harald Ettl forderte heute auch der freiheitliche Generalsekretär Peter Sichrovsky die Banken auf, am 1. Jänner 2002 offen zu halten. "Es ist absurd eine Umstellung auf den Euro gegenüber der Bevölkerung an einem Tag zu beginnen, an dem genau die für diese Umwechslung notwendigen Institutionen geschlossen sind", so Sichrovsky via Pressedienst. Die österreichischen Banken sollten diesmal eine Ausnahme machen und europaweit eine Vorbildfunktion übernehmen und gemeinsam erklären, dass sie an diesem Tag den Konsumenten zur Verfügung stehen.

