Sonntag, 16. September 2001

Sturm verjuxte Chance auf Tabellen-Führung

Sturm Graz hat mit einem 1:1 (0:0) gegen Rapid eine weitere Chance ausgelassen, den FC Tirol an der Spitze der max.Bundesliga zu fordern. Im Schlager der elften Runde kamen die Grazer zuhause trotz Feldüberlegenheit und besserer Chancen gegen die bereits deutlich die Matthäus-Handschrift tragenden Wiener nur zu einem Remis.

Amoah hatte den Favoriten zwar in der 59. Minute in Führung gebracht, der junge Andreas Ivanschitz glich aber in der 70. Minute für die Wiener aus.

Frischer Wind bei Rapid
Von der ersten Minute an war zu erkennen, dass bei Rapid ein frischer Wind weht. Gegen den Kampfgeist sowie die kluge und flexible Abwehr taten sich die meist ideenlosen Grazer enorm schwer, so blieben ein misslungener Abwehrversuch von Ratajczyk (6.) ans obere Tornetz sowie ein Vastic-Freistoß an die Latte (22.) die besten Möglichkeiten der Hausherren.

1:0 nach Vastic-Freistoß
In der Pause krempelte Sturm-Trainer Ivica Osim endlich die Abwehr komplett um. Neukirchner übernahm die Position des ausgewechselten Rojas, Feldhofer sprang für ihn als Libero ein. Prompt war die Phase nach dem Wechsel die einzige, in der Sturm aus dem Spiel wenigstens einige gute Möglichkeiten heraus holte. Sturm forcierte das Spiel über die Seiten, trotzdem war es wieder eine Standard-Situation, die den Führungstreffer einläutete. Nach einem Vastic-Freistoß war Amoah ausnahmsweise ungedeckt, mit dem rechten Fuß hatte er vom Fünfer keine Mühe, das 1:0 zu erzielen (59.).

Haas vergibt 2:0
Ein deutlich offeneres Match wäre danach die logische Folge gewesen, erstaunlicherweise tat sich nicht viel in diese Richtung. Gerade ein Fehler von Rapid-Keeper Maier, der nach einem weiten Pass außerhalb des Strafraums den Ball verfehlte (68.), eröffnete Haas eine Chance auf das 2:0. Maier selbst hatte aber keine Mühe, auszubessern.

Ausgleich nach Stangen-Schuss
Rapid war zwar notgedrungen dann auch nach vorne etwas aktiver, Sturm nahm die Bemühungen der Matthäus-Elf aber nicht ernst genug und so kam bald darauf der Ausgleich logisch wenn auch praktisch aus dem Nichts. Der unbedrängte Saler traf mit einem satten Schuss die Stange, den Abpraller drückte der von der völlig indisponierten Sturm-Abwehr ebenfalls unbehelligte 17-jährige Ivanschitz im Fallen ins praktisch leere Sturm-Tor.

Peinliche Schlussoffensive der Grazer
Die folgende Schlussoffensive der Grazer war eher peinlich, denn durchdachte Aktionen waren kaum zu sehen. Bisweilen standen die Sturm-Spieler einander mehr im Weg als umgekehrt und im Gegenzug sorgten die aufopfernd kämpfenden Rapidler mit schnellen Kontern immer wieder für gefährliche Aktionen. So drehte Sidorczuk in der 80. Minute eine Wagner-Flanke gerade noch über die Latte. Lothard Matthäus dankte seiner Elf, in dem er keinen austauschte.

Ergebnisse der 11. Runde
Admira/Wacker Mödling - SW Bregenz 1:3 (0:0)
SV Ried - FC Kärnten 1:1 (0:0)
Austria Wien - SV Salzburg 0:1 (0:0)
FC Tirol Innsbruck - GAK 7:0 (4:0)
Sturm Graz - Rapid Wien 1:1 (0:0)

16.9.2001 19:32