Meister spielte mit den Grazern Katz und Maus

Nach dreiwöchiger Pause (Spanien-Länderspiel und Europacup) hat sich Meister FC Tirol am Sonntag mit einem 7:0-Schützenfest im Tivoli neu gegen den UEFA-Cup-Starter GAK eindrucksvoll in der Fußball-max.Bundesliga zurück gemeldet. Der Tabellenführer aus Innsbruck hat damit aus neun Runden 23 Punkte geholt und weist außerdem mit 26:0 ein imponierende Torverhältnis auf.
Die Grazer, die in der 21. Minute Kulovits nach Kritik an Schiedsrichter Stuchlik verloren, präsentierten sich vor 11.000 Fans vollkommen von der Rolle und mussten Treffer des Meisters durch Glieder (15., 51.), Scharrer (72., 77.), Baur (32.), Hörtnagl (36.) und Kirchler (38.) hinnehmen.
Frust von der Seele
Die Tiroler schossen sich ihren Frust im ersten Meisterschaftsspiel seit dem Verpassen der Champions-League-Gruppenspiele sogar ohne ihren Goalgetter Gilewicz von der Seele, der seit dem Spiel gegen den FC Kärnten eine gebrochene Zehe hat und dieser nun Ruhe gönnen möchte. Der Treffer-Reigen wurde in der 15. Minute eröffnet, als nach einem Corner von Jezek Kapitän Baur per Kopf die linke Stange traf und Glieder am Fünfer zur Stelle war. Als schließlich GAK-Mittelfeldspieler Kulovits bereits nach 21 Minuten nach Kritik an Schiedsrichter Stuchlik mit Rot vom Platz gestellt wurde, brachen die "Rotjacken" komplett auseinander.
Keine Gegenwehr
Wieder nach einem Eckball von Jezek drückte Baur aus kurzer Distanz per Kopf zum 2:0 ein (32.), ein abgefälschter Flachschuss von Hörtnagl aus 17 Metern bedeutete das 3:0 (36.), ein Elfmeter-Nachschuss von Kirchler (Brzeczek war an Almer gescheitert) das 4:0 (38.). Der GAK ergab sich vollauf seinem Schicksal, leistete quasi keine Gegenwehr und machte es den Hausherren viel zu leicht.
GAK wurde vorgeführt
Das selbe Bild bot sich auch nach Seitenwechsel, die Grazer wurden weiterhin vorgeführt. Glieder gelang nach Ibertsberger-Flanke das 5:0 (52.), für das 6:0 und das 7:0 sorgte schließlich der in der 58. Minute eingewechselte Scharrer, der zunächst Almer im zweiten Versuch bezwang (72.) und schließlich aus sechs Metern den Endstand des ungleichen Katz-und-Maus-Spieles fixierte (77.).
Höchster Sieg im "Tivoli neu"
Einen ähnlich hohen Erfolg hat es bereits in dieser Saison im Stadion "Tivoli neu" gegeben, die Admira war in der fünften Runde aber immerhin mit einem 0:6 davon gekommen. Der höchste Sieg in der neuen Arena war das 7:0 aber auf jeden Fall, der höchste Tiroler Heimsieg der Bundesliga-Geschichte war jedoch das 9:0 im Jahr 1982 gegen SV Salzburg.
Über 1.000 Minuten ohne Tor
Tirol-Torhüter Ziegler ist somit in der Bundesliga weiterhin seit dem 12. Mai und nun schon über 1.000 Minuten ohne Gegentor, damals hatte sich der Deutsche beim 2:1-Auswärtssieg gegen den LASK zum letzten Mal (Brenner) geschlagen geben müssen. Der bisher letzte Treffer einer Gastmannschaft auf dem Tivoli datiert vom 21. April, als Rapid-Routinier Schöttel per Foulelfmeter traf.
Ergebnisse der 11. Runde
Admira/Wacker Mödling - SW Bregenz 1:3 (0:0)
SV Ried - FC Kärnten 1:1 (0:0)
Austria Wien - SV Salzburg 0:1 (0:0)
FC Tirol Innsbruck - GAK 7:0 (4:0)
Sturm Graz - Rapid Wien 1:1 (0:0)
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