Bei Sturm regiert der Spaß

Die Grazer Fußball-Klubs haben Kabarett-Ambitionen: Der von Sturm-Präsident Hannes Kartnig groß angekündigte neue Verteidiger entpuppte sich am Dienstag als der Fernseh-Komiker Ciro De Luca, zum Lachen war den Journalisten aber nicht zu Mute. Denn schon vor zwei Jahren wurden sie in Graz an der Nase herumgeführt.
Im März 1999 hatte sich der GAK als "lustig" erwiesen und den vermeintlichen Wechsel von Trainer Klaus Augenthaler zu einem französischen Spitzenklub verkündet, der Nachfolger war der verkleidete deutsche Kabarettist Hape Kerkeling.
Zunächst wurde der Transfer-Alleingang des Sturm-Präsidenten als Napoli-Libero Ciro Caruso vorgestellt, Kartnig berichtete von einem Vierjahresvertrag sowie einer Ablösesumme von zehn Millionen Schilling. Als der 28-jährige "großartige Libero, der unsere Schwächen in der Abwehr beheben wird" (so Kartnig) aber Enrico Caruso als seinen Groß-Onkel bezeichnete und meinte, auch privat "libero" zu sein, wurden einige der 20 erschienen lokalen Medien-Vertreter stutzig. Nachdem der Schwindel aufgeklärt worden war, zeigten sich die meisten Presseleute wenig amüsiert.
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