Comeback für Washington Wizards

Basketball-Legende Michael "Air" Jordan steht unmittelbar vor einem Comeback in die amerikanische Profiliga NBA. Einer kleinen Runde von Journalisten verriet er, dass er seine Entscheidung innerhalb der nächsten zehn Tage offiziell bekannt geben werde. Allerdings sind noch einige rechtliche Probleme aus dem Weg zu räumen.
"Ich tue es aus der Liebe zum Spiel", so Jordan. "Nichts anderes. Aus der Liebe zum Spiel". Der Basketball-Dominator der neunziger Jahre hat den gesamten Sommer über trainiert, um für sein Comeback fit zu sein. Einziges Problem: Die Statuten des Verbandes verbieten es, dass ein Spieler gleichzeitig Anteile an einem NBA-Verein hat. Jordan besitzt allerdings Anteile an den Washington Wizards und will auf diese Finanzbeteiligung an einem Profiklub nicht mehr verzichten.
Geheimtreffen: Trio tüftelte Lösung aus
Natürlich will die NBA nicht auf ein Zugpferd wie Jordan verzichten. Deshalb wurde eine Geheimsitzung einberufen, um das Problem aus der Welt zu schaffen. NBA-Boss David Stern, Jordan-Berater Curtis Polk und Ted Leonsis, Besitzer des Eishockeyvereins Washington Capitals, einigten sich auf eine Vorgehensweise, die alle Seiten zufrieden stellt: Jordan gibt seine Anteile an den Besitzer der Wizards zurück, erhält aber als finanziellen Ausgleich eine Beteiligung am Eishockeyclub von Leonsis. Somit stünde einem Comeback als Spieler nichts mehr im Weg.
Zweites Comeback
Der 38-Jährige war bereits einmal zurückgetreten. 1993 meinte er, dass er nichts weiter zu beweisen habe und im Baseball eine neue Herausforderung suchen wolle. Als er 1995 sein Comeback bei den Chicago Bulls feierte, sorgte er für einen nie dagewesenen Boom der amerikanischen Basketball-Liga. Insgesamt führte er die Bulls zu sechs NBA-Titeln, schon zu Lebzeiten wurde er zu einer Legende.
