Unbemannte Rakete gestartet

Ein unbemannter russischer Weltraumfrachter, der neues Andockmodul für die Internationale Raumstation ISS bringt, ist am Samstagmorgen gestartet. Die Trägerrakete mit der vier Tonnen schweren Nutzlast hob plangemäß um 1.35 Uhr MESZ vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur in Kasachstan ab.
An Bord der Transportkapsel vom Typ "Progress M-C01" ist die neue Andockschleuse "Pirs", die an das russische "Swesda"-Element angeschlossen werden soll. Nach der Montage können dort bis zu drei Raumschiffe andocken. Ebenfalls an Bord des Transporters befinden sich ein kleiner Kran für die Raumstation sowie wissenschaftliche Ausrüstung aus Deutschland und Frankreich. Obwohl kurzfristig ein Kontrollelement der Rakete auf dem Startplatz repariert werden musste, startete sie wie geplant um 01.35 Uhr (MESZ, 03.35 Moskauer Zeit). Sie soll Montagnacht (03.00 Uhr MESZ) an der ISS andocken.
Die Andockstelle "Pirs" (übersetzt: Pier) wird an dem russischen Wohnmodul "Swesda" (Stern) festgemacht. Dank des neuen Moduls können künftig zwei russische Raumschiffe gleichzeitig an der ISS andocken. Außerdem hat die "Pirs" eine Schleuse für Ausstiege der Raumfahrer in das Weltall.
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