Südböhmische Bürgerinitiative will weiter kämpfen

Ein Gericht in Prag hat die Klage einer südböhmischen Bürgerinitiative auf eine vorübergehende Abschaltung des umstrittenen Atomkraftwerks Temelin abgewiesen. Trotz der neuerlichen Enttäuschung will sich die Bürgerinitiative nicht entmutigen lassen und weiter kämpfen.
Die Organisation "Im Katastrophengebiet" hatte dem Energiekonzern CEZ vorgeworfen, vor der Inbetriebnahme von Temelin im Oktober 2000 benachbarte Gemeinden nicht gehört und damit illegal gehandelt zu haben. Die Initiative werde trotz der Niederlage weiter gegen die Anlage kämpfen, sagte ein Sprecher der Prager Zeitung "Lidove noviny" (Freitag-Ausgabe).
Temelin soll am Wochenende nach einer etwa fünftägigen Testreihe den Probebetrieb wieder aufnehmen. Die südböhmische Anlage war am Dienstag für die Messung an einem Turbinenteil vom Netz genommen worden. Zuvor hatte das AKW etwa 260 Megawatt Energie ins Stromnetz des Landes gespeist. Deutschland und Österreich hatten wegen angeblicher Sicherheitsmängel mehrfach an die Prager Regierung appelliert, die Anlage stillzulegen.
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