Demokraten: "Es gibt andere Bedrohungen als Raketen"

Die Terroranschläge in den USA haben den Streit um die geplante Raketenabwehr weiter angefacht. Demokratische Abgeordnete forderten am Mittwoch auf Grund der Tatsache, dass Flugzeuge für die Anschläge verwendet worden waren, mehr Aufmerksamkeit auf andere Bedrohungen als Raketen zu richten.
Die Republikaner sahen die Anschläge dagegen als Bestätigung ihrer Forderung nach dem Abwehrsystem.
Senator Patrick Leahy, ein Gegner der Raketenabwehr-Pläne, sagte die USA würden gegenwärtig nicht von jemandem mit Atomraketen bedroht, da in einem solchen Fall ein schneller Gegenschlag erfolgen würde. Die Achillessehne der US-Gesellschaft sei der Terrorismus, sagte Leahy.
Der Abgeordnete Bob Stump erklärte dagegen, terroristische Anschläge könnten auch mit Hilfe von Kurzstrecken-Raketen, die mit biologischen oder chemischen Waffen bestückt würden, verübt werden. Terroristen stehe durch Waffenlieferungen von China und Russland auch eine entsprechende Technologie zur Verfügung. Der Abgeordnete David Dreier betonte, einige demokratische Gegner der Raketenabwehrpläne hätten angesichts der Anschläge eine Meinungsänderung signalisiert.
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