Um 12.00 Uhr drei Schweigeminuten

Der Rat der Europäischen Union hat den kommenden Freitag, 14.9., zum Tag der Trauer und der transatlantischen Solidarität erklärt. Alle Europäer seien aufgerufen, an diesem Tag um 12.00 Uhr Mittag drei Schweigeminuten einzuhalten. Ansonsten werde Leben und Arbeit "unbeirrt" weitergehen, sagte Ratspräsident Louis Michel am Mittwochnachmittag.
In einer außerordentlichen Sitzung hat der kurzfristig einberufene Rat in Anwesenheit von NATO-Generalsekretär George Robertson die Terror-Anschläge vom Dienstag heute scharf verurteilt und seine tiefe "Abscheu" ausgedrückt. Die Anschläge hätten sich nicht nur gegen die USA, sondern "gegen die Menschheit selbst und ihre Werte und Freiheiten" gerichtet. Diese Werte teile auch Europa teile, so die EU-Außenminister in einer gemeinsamen Erklärung.
Die EU werde keine Mühe scheuen, mitzuhelfen, die Verantwortlichen für die Ereignisse zu identifizieren, vor Gericht zu bringen und zu bestrafen. Es werde keinen sicheren Hafen für Terroristen und ihre Geldgeber mehr geben. Den USA bot die EU mit ihren Mitgliedsländern die volle Unterstützung bei der Suche und Rettung von Opfern der Anschläge an.
In der Bekämpfung des internationalen Terrorismus werde die EU eng mit den USA und allen Partnern zusammenarbeiten. Dabei müssten all internationalen Organisationen, insbesondere die UNO eingebunden sein.
Europa müsse und werde Konflikte auf der ganzen Welt mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, so Ratspräsident Michel.
Der US-Botschafter in Belgien bedankte sich für die Unterstützung und rief ebenfalls zum gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus auf.
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