Palästinenserdemonstrationen "aus Solidarität mit Jenin

Der palästinensische Verwaltungschef von Nablus im Westjordanland hat Berichte dementiert, wonach Einwohner seiner Stadt nach den Terroranschlägen in den USA Freudenfeiern veranstalteten. Derartige Berichte seien verleumderische Behauptungen Israels, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung der Stadtverwaltung.
Die Bevölkerung von Nablus habe am Dienstag gegen die israelischen Angriffe auf die autonome Stadt Jenin protestiert und ihre Solidarität mit den dort lebenden Menschen bekundet.
Die israelische Armee hatte am Dienstag einen groß angelegten Angriff nahe Jenin gestartet, bei dem im Laufe der Nacht mindestens neun Palästinenser getötet wurden. Zugleich verurteilte der Verwaltungschef die Anschläge als "schreckliche Operation", die gegen die USA geführt worden sei und Tausende Menschen das Leben gekostet habe.
Nach Augenzeugenberichten feierten mehrere tausend Palästinenser in Nablus am Dienstag die verheerende Anschlagsserie in New York und Washington, schossen in die Luft und sangen Lobeslieder auf den moslemischen Fundamentalistenführer Osama bin Laden. Demonstranten schrien: "Bin Laden, bombardiere Tel Aviv!" Andere sprachen von "göttlicher Rache" als Strafe für die Nahostpolitik der USA. Washington verdächtigt Bin Laden als Drahtzieher hinter den Anschlägen.
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