Dienstag, 11. September 2001

Zweiwöchiges Manöver von Truppen aus 20 Nationen

In der Obersteiermark beginnt heute, Dienstag, die erste militärische Übung der NATO-Partnerschaft für den Frieden (PfP) auf österreichischem Terrain. Auf dem Truppenübungsplatz Seetaler Alpe werden bis zum 21. September in drei Phasen "friedenserhaltende Maßnahmen" nach dem Muster der Balkan-Konflikte geübt.

Insgesamt nehmen rund 1.500 Soldaten aus 20 Nationen, darunter auch Österreich, teil. Die Übung ist in drei Phasen gegliedert, wobei die eigentliche Gefechtsübung vom 18. bis 20. September abgehalten wird. Gegen die militärische Veranstaltung wurden bereits Proteste angekündigt: NATO-Gegner vom "Komitee Solidarität für Neutralität" wollen im Laufe des Manövers ebenso protestieren wie die "Volxtheaterkarawane".

Protest: Sternwanderung für den Frieden
Das Komitee "Solidarität für Neutralität" plant am Samstag, dem 15. September eine Sternwanderung zum Truppenübungsplatz. Diese Demonstration, die von den Grünen und der KPÖ unterstützt wird, ist als friedlicher Protest gegen das NATO-Manöver gedacht. Die Demonstration ist bereits angemeldet, ihre Durchführung könnte allerdings schwierig werden: Jene Straße, die zum Truppenübungsplatz führt, wird vom Bundesheer verwaltet.

Korps-Chef, Alfred Plienegger sieht den angekündigten Protesten gelassen entgegen: "Wir werden uns nicht durch unschöne Mittel behindern lassen!"

11.9.2001 09:53