Mittwoch, 5. September 2001

SPEZIAL: ÖGB-KRISE UND GAGEN-SKANDAL

Die Gagen-Kaiser: Diskutieren Sie mit!

Die Entscheidung ist gefallen - aber der Name wird nicht genannt! Das Präsidium der Postgewerkschaft hat sich auf einen Kandidaten geeinigt. Somit sind die Weichen für die Nachfolge von Hans-Georg Dörfler gestellt. Er trat bekanntlich wegen der Gagenaffäre zurück.

Walter Sumetsberger, Zentralsekretär der Postgewerkschaft, erklärte: "Es hat mehrere interessante Kandidaten gegeben." Das fünfköpfige Präsidium wird dem morgen, Mittwoch, tagenden Zentralausschuss aber nur einen Kandidaten vorschlagen. Der Name? Den wollte Sumetsberger nicht nennen.

Gerhard Fritz gilt als Favorit für die Dörfler-Nachfolge
Zuletzt war Gerhard Fritz, der Obmann des Post-Personalausschusses für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, aussichtsreichster Dörfler-Nachfolger gehandelt worden.

Der Zentralausschuss stimmt morgen nachmittag über den neuen Vorsitzenden der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GPF) ab. Das sei aber keine Wahl, sondern nur eine Nachbesetzung, betonte Sumetsberger. Die nächste Wahl stehe erst im Jahr 2003 beim Gewerkschaftstag an. Der Zentralausschuss werde den Vorsitzenden morgen auch nur interimistisch bestellen, so Sumetsberger. Das Gremium der Vorstandskonferenz müssen den Dörfler-Nachfolger dann noch bestätigen.

Manfred Wiedner, unter Beschuss geratener Stellvertreter Dörflers von der ÖVP-nahen Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG), stellt morgen, Mittwoch, vor der Sitzung des Zentralausschusses in seiner Fraktion die Vertrauensfrage. Zu einem möglichen Ausgang dieser Causa gab sich Wiedner heute zugeknöpft. Über etwaige Konsequenzen wolle er sich erst nach der Vertrauensfrage Gedanken machen, so Wiedner.

Ihm war zuletzt vom niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (V) der Rücktritt nahe gelegt worden.

5.9.2001 07:34
GUSTO-Rezeptsammlung