Samstag, 8. September 2001

FORMAT: Ditz ist "voller Elan"

In jüngster Zeit sind Gerüchte um die Ablöse von ÖIAG-Chef Johannes Ditz aufgetaucht. Nun nimmt der EX-Wirtschaftsminister Stellung: Alles nicht wahr, meint er, freiwillig gehe er mit Sicherheit nicht. Nur: Im vergangenen Sommer hatte man noch Gegenteiliges aus seinem Munde gehört.

Ditz betont: "Von mir aus gehe ich sicher nicht. Und ich will vor allem nicht, daß der Eindruck entsteht, ich arbeite nur mit halber Kraft. Der frühere Wirtschaftsminister reagiert damit auf die Tatsache, daß er im Sommer seinen Abschied überlegte, was er auch bestätigt.

"Voller Elan bei der Arbeit"
Das sei aber Geschichte, er sei mit vollem Elan bei der Arbeit: "Selbstverständlich kann sich der Eigentümer den Vorstand aussuchen. Aber wenn er mich nicht mehr will, gehe ich davon aus, daß er dies den zuständigen Gremien mitteilt, und die sich mit mir in Verbindung setzen. Das sei nie geschehen.

Zu den unterschweilligen Angriffen gegen ihn aus der Politik, vor allem von Seiten der FPÖ, läßt Ditz im Gespräch durchblicken: "Daß ich gehe, ist Wunschdenken von gewissen Leuten, denen es nicht so paßt, daß ich eigenständig denke und niemanden frage, sondern rein nach dem Aktiengesetz entscheide. Nachsatz: "Wenn jemand meint, ich gehöre nicht hierher, weil ich schon in der alten Koalition Minister war, soll er das offen sagen."

Auch die Kritik, die er einstecken mußte, als sein Versuch scheiterte, den Vorstand der Telekom Austria zu tauschen, will Ditz nicht auf sich sitzen lassen: "Bei der Telekom bestätigen sich alle meine Aussagen, was die negativen Abweichungen vom beschlossenen Budget betrifft."

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8.9.2001 17:19