Gericht schickt Sabena-Piloten wieder an die Arbeit

Nach Streiks am Donnerstag und Freitag hat sich die Situation bei der angeschlagenen belgischen Fluggesellschaft Sabena am Wochenende wieder normalisiert. Auf dem internationalen Flughafen Brüssel-Zaventem hoben die Maschinen planmäßig ab.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga fielen aber am Samstag insgesamt fünf Flüge aus Frankfurt/Main, Genf, Göteborg, Helsinki und Warschau aus. Spätestens Montag solle es keine Störungen mehr geben.
Sabena hatte zum Wochenende ihre streikenden Piloten mit rechtlichen Schritten zurück in die Cockpits gezwungen. Ein Gericht untersagte am Freitag den nicht angekündigten Ausstand per einstweiliger Verfügung. Jedem streikenden Piloten drohte eine Geldstrafe von 100.000 belgischen Francs (2500 Euro/34.400 S).
In Zaventem war es wegen des Streiks zu chaotischen Verhältnissen gekommen. Sabena-Chef Christoph Müller kritisierte den Ausstand als "reine Geldverschwendung". Ein 24-Stunden-Streik hatte bereits am Donnerstag dazu geführt, dass ein Drittel aller 225 Sabena-Flüge ausfiel.

