Donnerstag, 6. September 2001

YLine bekommt Sanierer

Das durch eine Zessionsvereinbarung mit IBM arg beeinträchtige börsenotierte Wiener Softwarehaus YLine bekommt einen externen Berater. Der oberösterreichische Sanierer Anton Stumpf, Berater der Elias Consulting Group, soll den YLine-Vorstand künftig im Restrukturierungsprozess und bei der Fusion mit der i-online unterstützen, hieß es in einer Ad-hoc-Aussendung.

Stumpf, der bereits in den Kaindl-Sanierungsprozess eingebunden war und zuletzt bei der insolvente Jil Silk sowie die Salzburger Wurstfabrik Stefanitsch eingestiegen ist, werde dem YLine-Management helfen, die finanzielle Situation des Unternehmens zu verbessern, die Kostenstruktur zu straffen, um wieder "Profitabilität" zu erreichen, hieß es weiter.

YLine hat indes eine für heute angesetzte Pressekonfernz auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben, weil ein "wesentlicher wichtiger Punkt" des geplanten Maßnahmenpakets "noch nicht endgültig ausverhandelt" sei. Das Management von YLine habe sich daher zur Verschiebung des Pressegespräches entschlossen.

Angeblich Abnehmer für Aktienpaket gefunden
YLine plant eine Kapitalerhöhung um bis zu 1,8 Mill. Euro auf 5,8 Mill. Euro (79,8 Mill. S), ein Abnehmer für die neuen Aktien soll dem Vernehmen nach aber bereits gefunden sein. "Bedingt durch den Wegfall eines wesentlichen strategischen Partners (gemeint ist IBM, Anm. d. Red.) sowie die allgemeine schwierige Marktlage befindet sich die Gesellschaft mit ihren verbundenen Unternehmen in einer Restrukturierungsphase, die einen außerplanmäßigen, unmittelbaren Liquiditätsbedarf ausgelöst hat.

Durch die Zufuhr zusätzlichen Eigenkapitals kann die Konsolidierung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften zu einem profitablen Application Service Provider gewährleistet werden", teilte YLine in einer früheren Aussendung mit.

6.9.2001 15:38