Sonntag, 9. September 2001

SPEZIAL: EURO-EINFÜHRUNG AB 1.1.2002

Eurorechner
EURO-Quiz

FORMAT ließ europaweit hunderte Preise erheben. Das Ergebnis: Insgesamt lebt man in Österreich relativ günstig, am billigsten sind die Mittelmeerstaaten. Der Vergleich zeigt weiters, wo Sie welche Waren am günstigsten einkaufen können und wie Sie bei der Währungsumstellung nicht über den Tisch gezogen werden.

Hand aufs Herz: Können Sie sagen, ob der Campari, den Sie aus Italien mitgebracht haben, wirklich billiger war als zu Hause im Supermarkt? Vermutlich schon. Laut einem umfangreichen FORMAT-Test, bei dem europaweit hunderte Preise von Nahrungsmitteln über Kosmetika bis zum Mietauto auf Eurobasis verglichen wurden, kostet nämlich die Flasche Campari in Italien 7,28 Euro, in Österreich dagegen 8,64 Euro.

Preisoase Portugal. Das ist kein Einzelfall. In den klassischen Urlaubsländern am Mittelmeer ist die Kaufkraft des Schilling beziehungsweise Euro um einiges höher. So erhält man laut Berechnungen der Commerzbank pro in Österreich ausgegebenem Euro im Billigland Portugal Waren und Dienstleistungen im Wert von 1,14 Euro. Bei der Suche nach den günstigsten Europreisen, die in Zusammenarbeit mit dem Kölner Institut empirica delasasse durchgeführt wurde, bestätigte sich dieses Ergebnis: Portugal belegt ganz klar den ersten Platz, nicht nur in der Gesamtwertung, sondern auch in den Teilkategorien Nahrungsmittel und Freizeit. Als teuerste Länder entpuppten sich die Nicht-Euro-Länder England und Schweiz.

Österreich verzeichnete in allen Einzelkategorien relativ gleichmäßige Ergebnisse und landete im Schnitt auf dem sechsten Platz. Empirica-Chef Wolfgang Steinle: "Angesichts der hohen Lebensqualität steht Österreich damit sehr gut da."

Gewaltige Unterschiede. Bei genauer Analyse der Einzelpositionen zeigen sich allerdings gewaltige Unterschiede. So ist Österreich bei Übernachtungen in First-Class-Hotels europaweit am billigsten, auch beim einzigen getesteten Markenartikel mit Austroprovenienz, einer Wolford-Damenstrumpfhose, Modell Fatal, lohnt sich der Kauf im Inland. Als vergleichsweise teuer erwiesen sich dagegen etwa die Telefongrundgebühr im Festnetz und ein Museumsticket. Auch einige Lebensmittelmarkenprodukte sind im Eurovergleich relativ teuer, etwa Nescafé Classic, Kellogg’s Cornflakes oder Iglo-Fischstäbchen.

Den gesamten Vergleich inkl. Grafiken und Tabellen finden Sie im aktuellen FORMAT.

9.9.2001 14:19