Donnerstag, 6. September 2001

Jeder zweite Sabena-Flug fällt aus

Heute - 24 Stunden lang - bleiben die Sabena-Maschinen am Boden. Dies führte zum Ausfall jedes zweiten Sabena-Fluges. Die Piloten wollen durch einen Streik ihren Ärger über die geplanten Einsparungen bei Belgiens Airline deutlich machen. 1.421 Mitarbeiter müssen gehen, wenn die "Rettungspläne" der Firma durchgeführt werden. Darunter sind 222 Piloten.

Geert Vertongen, der Vizepräsident der Belgischen "Cockpit Association" hat den 24-Stunden-Streik schon am Freitag der Vorwoche angekündigt, damit die Passagiere ihre Reisepläne darauf ausrichten können. Man will die Firma treffen, nicht die Kunden. Die Piloten sind bereit, für weniger Geld kürzer zu arbeiten - "was immer notwendig ist, um den Jobabbau zu verhindern." So könnte Sabena auch die Entschädigungs-Zahlungen einsparen.

Sabena-Chef Christoph Mueller sagte, man müsse die Vorschläge der Gewerkschaft erst durchrechnen. Für ihn zählen "nur Zahlen, nicht Prinzipien".

Derzeit arbeiten rund 13.000 Menschen für die Fluglinie, 1.100 davon sind Piloten.

6.9.2001 12:09