Mittwoch, 5. September 2001

Verhärtete Fronten zwischen AUA und Reisebüros

Kürzt die AUA die Provisionen für Flugtickets, können Reisebüros nicht mehr kostendeckend Tickets ausstellen. Um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, muss die zuletzt in Turbulenzen geratene AUA nach eigenen Angaben ihre Vertriebskosten drastisch senken. Für die Reisebüros wird es dadurch eng.

Die von der Austrian Airlines (AUA) geplanten Provisionenkürzungen für Flugtickets für Reisebüros versprechen heiße Verhandlungen im Herbst. Um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, muss die zuletzt in Turbulenzen geratene AUA nach eigenen Angaben ihre Vertriebskosten drastisch senken. Notwendig werden Einsparungen im Wert von 4 bis 5 Mill. Euro (bis 68,8 Mill. S). Um dieses Ziel zu erreichen, sollen u.a. die Provisionen gekürzt werden. Noch ist aber offen, wie groß der Umfang der Kürzungen sein wird.

Reisebüros hoffen auf Vagn Sörensen
Die Reisebüros haben bereits Anfang 2000 eine Provisionskürzung von 9 Prozent auf 7 Prozent verkraften müssen. Sie sehen sich nun außer Stande, weitere Kürzungen zu akzeptieren, da die Ausstellung von Tickets dann nicht mehr kostendeckend wäre. Allerdings hofft man noch, gleichbleibende Provisionen aushandeln zu können, zumal der neue AUA-Vorstandsvorsitzenden Vagn Sörensen ab Herbst den Kurs der AUA bestimmen werde.

Änderungen treten 2003 in Kraft
Falls es noch in diesem Herbst zu einer Einigung kommt, werden die Provisionsänderungen aber erst 2003 in Kraft treten, da sämtliche Systeme und Verträge umgestellt bzw. neu aufgesetzt werden müssen.

5.9.2001 12:19