Mittwoch, 5. September 2001

Mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahr

In Deutschland ist die Anzahl der Arbeitslosen im August um 9.900 auf 3,788.800 auf gesunken. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 9,2 Prozent. Erstmals seit Antritt der Regierung Schröder war die Bilanz zum Vorjahres-Monat aber negativ.

Im Vergleich zum August 2000 waren jetzt 8.100 Personen mehr arbeitslos gemeldet, berichtete die Bundesanstalt für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg. Im August vergangenen Jahres waren 3,780.700 Arbeitslose registriert worden, im August 1999 noch 4,023.700. Nach den Worten des Präsidenten der Bundesanstalt, Bernhard Jagoda, macht sich die Abkühlung der Konjunktur nach wie vor ungünstig auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.

Im Vergleich zum Juli sank die Arbeitslosenzahl bundesweit nur noch um 9.900. Damit war die Abnahme spürbar schwächer als im Durchschnitt der Jahre zuvor. Der jüngste Rückgang entfiel allein auf die neuen Länder und hing dort laut Jagoda wohl mit dem frühen Ferienende zusammen. Zuletzt war die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich eines Monats im April 1998 gestiegen.

In den alten Ländern registrierten die Arbeitsämter den Angaben zufolge 2,45 Millionen Arbeitslose und damit 1300 mehr als im Juli und 2.800 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,3 Prozent. In den neuen Ländern wurden 1,34 Millionen Arbeitslose gezählt. Das waren zwar 11.200 weniger als im Vormonat aber 5.300 mehr als im August 2000. Im Osten betrug die Quote 17,1 Prozent. Laut Jagoda verschlechterte sich der Arbeitsmarkt vor allem in den alten Ländern, in den neuen Ländern komme er nach wie vor nicht voran.

5.9.2001 11:04