Massive Liquiditätsprobleme für General Partners

Die börsennotierte Wiener Immobiliengesellschaft General Partners steht vor dem finanziellen Ruin. Der Jahresverlust für 2000 wird laut Insidern voraussichtlich 280 bis 300 Millionen Schilling betragen.
"Ohne Insolvenzverfahren wird es aus heutiger Sicht wohl nicht gehen", bestätigt Heimo Heber, Sanierungsvorstand von General Partners. Außer es findet sich ein solventer Partner, was aber realistisch gesehen nicht sehr wahrscheinlich ist.
Bis kommenden Freitag soll der endgültige Jahresabschluss vorliegen, dann kann mit den Gläubigerbanken weiter verhandelt werden. "Es bestehen aber nur geringe Chancen für eine außergerichtliche Lösung.", so Keber.
Alle Liegenschaften der Immobiliengesellschaft befinden sich bereits unter gerichtlicher Zwangsverwaltung, die Zwangsversteigerungstermine wurden bereits beantragt.
Das betrifft allerdings nicht das Palais Auersperg, das entgegen anders lautenden Gerüchten bereits im Dezember 1999 an die Wiener PAI Liegenschaftsverwaltung Gmbh verkauft wurde. Hauptgläubiger von General Partners ist die Creditanstalt mit 90 Millionen und die Immobank mit 20 bis 30 Millionen Schilling.
Der Ex-Vorstand, Wolfgang Kössner, sowie drei weitere Manager der Gesellschaft befinden sich wegen Verdacht auf schweren Betrugs in Untersuchungshaft. Kössner bestreitet aber die Vorwürfe.

