Besonders die Baubranche betroffen

Deutlich mehr Jobsuchende als im Vorjahr und nur mehr ein schwaches Beschäftigungswachstum kennzeichnen die Situation am heimischen Arbeitsmarkt im August: Zahl der Jobsuchenden stieg um 9,8 Prozent auf 171.313.
Die Zahl der Arbeitslosen wuchs im Vorjahresvergleich um 15.314 oder um 9,8 Prozent auf 171.313 Jobsuchende. Gegenüber Juli gab es einen Zuwachs um 4,2 Prozent oder um 6.947 Betroffene.
3,221.452 Beschäftigte
Die Beschäftigung wuchs im Jahresvergleich um 13.838 Personen oder um 0,43 Prozent auf 3,221.452 unselbstständig Beschäftigte. Gegenüber Juli gab es einen Rückgang um 0,68 Prozent oder um 22.038 Betroffene. Die nach EU-Kriterien ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenrate erhöhte sich im August auf 3,9 Prozent nach 3,8 Prozent im Juli und 3,7 Prozent vor einem Jahr. Die nationale Arbeitslosenrate stieg gegenüber dem Vormonat von 4,8 Prozent auf 5,0 Prozent, und lag damit um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.
Mehr arbeitslose Männer als Frauen
Frauen waren vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im August deutlich geringer betroffen als Männer. Währen die Zahl der jobsuchenden Frauen lediglich um 6,5 Prozent oder um 5.233 Betroffene auf 85.142 Personen stieg, erhöhte sich die Männerarbeitslosigkeit mit 13,2 Prozent mehr als doppelt so stark auf 86.171 Personen. Bei den Frauen stieg die Zahl der Jobsuchenden am stärksten in den Fremdenverkehrsberufen sowie im Handel und in den Büroberufen, bei den Männern in den Bereichen Metall, Elektro und Bau.
Baubranche besonders betroffen
Den Anstieg der Arbeitslosigkeit bekamen im August alle Berufsbereiche zu spüren. Den relativ stärksten Zuwachs gab es in den Saisonberufen, wobei der Baubereich am schlechtesten abschnitt. Im Bauwesen stieg die Arbeitslosigkeit im August um 22,2 Prozent auf 11.194 Jobsuchende. Im Fremdenverkehr gab es einen Zuwachs um 9,2 Prozent auf 16.070 Jobsuchende.
Im Dienstleistungssektor mit einem Anteil an der Arbeitslosigkeit von 53,8 Prozent wurden 92.197 Jobsuchende registriert, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 7,7 Prozent entspricht.

