VKI erfolgreich mit Sammelklage gegen Gulet Touristik

In einer Sammelklage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) für 110 Geschädigte gegen Gulet Touristik (GTT) ist ein gerichtlicher Vergleich zustande gekommen. Im Sommer 2000 waren im Magic Life Club in Bodrum an Brech-Durchfall erkrankt. GTT zahlt 1,8 Millionen zuzüglich der Verfahrenskosten.
"GTT zahlt 1,8 Millionen zuzüglich die Verfahrenskosten. Die Geschädigten erhalten über 50 Prozent Ihrer Forderungen in bar, ohne langwierigen Prozess", berichtet der VKI.
Durchfall im Urlaubsclub
Die Vorgeschichte: Im Sommer 2000 waren im Magic Life Club in Bodrum viele Reisende an einer Explosiv-Epidemie von Brech-Durchfall erkrankt. Der Reiseveranstalter Gulet Touropa Touristik lehnte bis zuletzt jede Verantwortung dafür ab, hatte aber bereits über 300 Personen in außergerichtlichen Vergleichen abgefunden. Für 110 Geschädigte, die sich mit dem Angebot von GTT (laut VKI 5.000 Schilling pro Person mit ärztlichem Attest, 2.000 Schilling pro Person in Form eines Gutscheines falls kein Attest vorlag) nicht zufrieden geben wollten, hatte der VKI im Herbst 2000 die erste "Sammelklage nach österreichischem Recht" organisiert und eingebracht.
Bei der Gerichtstagsatzung im Sommer 2001 "siegte schließlich die Vernunft", wie der VKI erklärte. Mit GTT konnte ein für die Geschädigten günstiger Vergleich abgeschlossen werden. GTT zahlt 1,8 Millionen an Kapital und die gesamten Prozesskosten.

