WM-Quali in Afrika, Amerika, Asien und Australien
WM-Qualifikation in Europa (UEFA)
Nicht nur in Europa geht die WM-Qualifikation zu Ende. Auch in "Übersee" ruht das runde Leder nicht, die letzten Startplätze für die WM in Japan und Südkorea 2002 werden vergeben. Brasilien hat es endlich geschafft. Uruguay muss noch in das Play-Off gegen Australien. Das erste Spiel hat Australien 1:0 gewonnen.
CONMEBOL: Südamerika-Qualifikation
Ganz Brasilien atmet auf. Der vierfache Weltmeister besiegte am 18. und entscheidenden Spieltag der südamerikanischen Fußball-WM-Qualifikation Venezuela zu Hause sicher mit 3:0 (3:0) und bleibt somit das einzige Team der Geschichte, das sich bisher für alle WM-Endrunden qualifiziert hat. Wie hart die "Selecao" diesmal jedoch zu kämpfen hatte, zeigt allein die Tatsache, dass während der Quali-Kampagne gleich vier Teamchefs im Amt waren. "Wir haben 17 Spiele lang gelitten und ich danke allen Brasilianern, die mit uns gelitten haben", meinte Real Madrid- und Brasilien-Verteidiger Roberto Carlos erleichtert.
Vor der Ausscheidung für die Endrunde in Südkorea und Japan hatte Brasilien in den Qualifikationen lediglich eine Niederlage bezogen. Diesmal verlor die von vielen Gazetten als "Auswahl der Schande" bezeichnete Mannschaft gleich sechs ihrer 18 Partien und musste dadurch bis zum letzten Spieltag zittern. Schließlich zog man nun vor 65.000 Fans in Sao Luis aber doch noch den Kopf aus der Schlinge und besiegte Venezuela dank Toren von Luizao (12.,19.) und Rivaldo (35.) 3:0.
Das bedeutete in der Endabrechnung den dritten Platz hinter Argentinien und Ecuador und vor Paraguay. Diese vier Nationen sind fix für die WM in Asien qualifiziert, während das fünftplatzierte Uruguay die beiden Play-Off-Spiele gegen Australien bestreiten muss. Direkt nach dem 1:1 der "Urus" gegen Argentinien ging es per Flieger nach Melbourne, wo am Dienstag das Hinspiel gegen den Ozeanien-Sieger auf dem Programm steht.
"Wir haben das Ziel erreicht, Brasilien ist bei der Weltmeisterschaft. Nicht in jener Manier, in der wir es uns alle gewünscht haben, aber wir haben es geschafft", meinte Teamchef Luiz Felipe Scolari, dessen Amtszeit trotz der erfolgreichen Quali nach sechs Bewerbsspielen zu Ende sein könnte. "Big Phil" selbst möchte jedoch das Team unbedingt zur Endrunde führen: "Ich möchte weitermachen, es macht mir Spaß. Wenn wir hart arbeiten, haben wir auch bei der WM gute Chancen."
Uruguay musste vor dem letzten Spieltag auf eine weitere Blamage der Brasilianer hoffen, um noch Platz vier erreichen zu können. Statt dessen geriet aber plötzlich mit dem 1:1-Heimremis im Derby gegen Argentinien sogar der fünfte Platz für den zweifachen Weltmeister in Gefahr. Denn Kolumbien (20:15 Tore) besiegte das zu Hause bis dahin ungeschlagene Paraguay in Asuncion mit 4:0 und rückte dem punktegleichen Uruguay (19:13 Tore) in der Tordifferenz gefährlich nahe. Hätten die Kolumbianer auch noch das 5:0 nachgelegt, wären sie statt Uruguay zum Play-Off-Hinspiel nach Australien geflogen.
Bereits gespielt:
Ekuador - Uruguay 1:1 (0:1)
Kolumbien - Chile 3:1 (1:1)
Bolivien - Brasilien 3:1 (1:1)
Venezuela - Paraguay 3:1 (3:1)
Argentinien - Peru 2:0 (0:0)
Brasilien - Venezuela 3:0 (3:0)
Uruguay - Argentinien 1:1 (1:1)
Chile - Ecuador 0:0
Paraguay - Kolumbien 0:4 (0:2)
Peru - Bolivien 1:1 (1:0)
Abschluss-Tabelle
| 1. | Argentinien | 18 | 13 | 4 | 1 | 42:15 | 43 | |
| 2. | Ecuador | 18 | 9 | 4 | 5 | 23:20 | 31 | |
| 3. | Brasilien | 18 | 9 | 3 | 6 | 31:17 | 30 | |
| 4. | Paraguay | 18 | 9 | 3 | 6 | 29:23 | 30 | |
| 5. | Uruguay | 18 | 7 | 6 | 5 | 19:13 | 27 | |
| 6. | Kolumbien | 18 | 7 | 6 | 5 | 20:15 | 27 | |
| 7. | Bolivien | 18 | 4 | 6 | 8 | 21:33 | 18 | |
| 8. | Peru | 18 | 4 | 4 | 10 | 14:25 | 16 | |
| 9. | Venezuela | 18 | 5 | 1 | 12 | 18:44 | 16 | |
| 10. | Chile | 18 | 3 | 3 | 12 | 15:27 | 12 |
Argentinien, Ecuador, Brasilien und Paraguay sind für die WM 2002 in Südkorea und Japan qualifiziert.
Uruguay bestreitet die Play-Off-Spiele gegen Australien.
Uruguay -Australien 3:0 (1:0)
Im Hinspiel war Australien mit 1:0 erfolgreich. Mit einem Gesamtscore von 3:1 steht Uruguay als 32. und letzter Teilnehmer für die WM 2002 fest.
Das Rückspiel findet am 25. November in Montevideo statt.
CONCACAF: Nordamerika-Qualifikation
In Nordamerika und der Karibik sind nach zwei Qualifikationsrunden sechs Teams übrig geblieben, die in einem Liga-Modus um die drei Startplätze für die WM 2002 kämpfen. Überraschend hat sich Costa Rica als erstes Land in dieser Gruppe qualifiziert, die USA konnten mittlerweile nachziehen. Zwei Mannschaften kämpfen nochum den dritten Platz: Dei punktegleichen Mexiko und Honduras. Am 11. November zum Entscheidungsspiel: Die Honduraner müssen in Mexiko City antreten und brauchen dort einen Sieg, um das WM-Ticket zu lösen.
Schon gespielt:
USA - Honduras 2:3 (1:1)
Trinidad & Tobago - Costa Rica 0:2 (0:2)
Jamaika - Mexiko 1:2 (1:0)
Mexiko - Trinidad & Tobago 3:0
Honduras - Jamaika 1:0
Costa Rica - USA 2:0
USA - Jamaika 2:1
Costa Rica - Mexiko 0:0
Honduras - Trinidad & Tobago 0:1
Mexiko - Honduras 3:0 (0:0)
Jamaika - Costa Rica 0:1 (0:1)
Trinidad & Tobago - USA 0:0
Tabelle - Endstand
1. Costa Rica 10 7 2 1 17:7 23 *
2. Mexiko 10 5 2 3 16:9 17 *
3. USA 10 5 2 3 11:8 17 *
-----------------------------------------------
4. Honduras 10 4 2 4 17:17 14
5. Jamaika 10 2 2 6 7:14 8
6. Trinidad & Tob. 10 1 2 7 5:18 5
* ... für die WM qualifiziert
AFC: Asien-Qualifikation
In Asien bewarben sich 40 Länder um die WM-Qualifikation, Saudi Arabien und China konnten sich bis dato qualifizieren. Play-off-Gewinner Iran (gegen VAE) spielt gegen Irland um das Ticket in den Fernen Osten.
Südkorea und Japan sind als Veranstalter fix für die WM gesetzt.
Schon gespielt
Oman - China 0:2 (0:0)
Vereinigte Arabische Emirate - Quatar 0:2 (0:0)
Saudi Arabien - Irak 1:0 (1:0)
Thailand - Iran 0:0
Bahrain - Thailand 1:1 (1:0)
Katar - China 1:1 (1:0)
Irak - Iran 1:2 (1:1)
Usbekistan - Oman 5:0 (2:0)
Iran - Bahrein 0:0
Oman - Vereinigte Arabische Emirate 1:1 (0:1)
Thailand - Saudi Arabien 1:3 (1:0)
China - Usbekistan 2:0 (0:0)
Bahrein - Saudi Arabien 0:4 (0:3)
Oman - Katar 0:3 (0:2)
Thailand - Irak 1:1 (1:0)
Usbekistan - Vereinigte Arabische Emirate 0:1 (0:1)
Irak - Bahrain 1:0 (1:0)
Saudi Arabien vs. Iran 2:2 (1:1)
Vereinigte Arabische Emirate - China 0:1 (0:1)
Katar - Usbekistan 2:2 (1:1)
Katar - Vereinigte Arabische Emirate 1:2 (0:1)
Iran - Thailand 1:0 (1:0)
Irak - Saudiarabien 1:2 (1:1)
China - Oman 1:0 (1:0)
Iran - Irak 2:1 (1:0)
China - Katar 3:0 (2:0)
Oman - Usbekistan 4:2 (0:2)
Thailand - Bahrein 1:1 (1:0)
Vereinigte Arabische Emirate - Oman 2:2
Usbekistan - China 1:0
Bahrein - Iran 3:1 (2:_0)
Saudi Arabien - Thailand 4:1 (1:0)
Tabellen
Gruppe A (Endstand):
1. Saudi-Arabien 8 5 2 1 17: 8 17 Punkte *
2. Iran 8 4 3 1 10: 7 15 **
3. Bahrain 8 2 4 2 8: 9 10
4. Irak 8 2 1 5 9:10 7
5. Thailand 8 0 4 4 5:15 4
Gruppe B (Endstand):
1. China 8 6 1 1 13:2 19 *
2. V. Arab. Emirate 8 3 2 3 10:11 11 **
3. Usbekistan 8 3 1 4 13:14 10
4. Katar 8 2 3 3 10:10 9
5. Oman 8 1 3 4 7:16 6
* Fix für die WM-Endrunde 2002 qualifiziert
** Im Asien-Play-off
Play-off
Vereinigte Arabische Emirate - Iran 0:3 (0:1)
Erste Spiel: 0:1. Iran mit dem Gesamtscore von 4:0 weiter und nun gegen Irland am 10. November in Dublin und am 15. November in Teheran um eine WM-Fahrkate.
Irland - Iran 2:0 (1:0)
OFC: Ozeanien-Qualifikation
Zehn Teams, zwei Fünfergruppen, zahlreiche Underdogs: In Ozeanien standen die Gruppensieger - wie immer - fest, bevor die Qualifikation überhaupt begonnen hatte. Australien und Neuseeland siegten, spielten in zwei Play-off-Partien gegeneinander und nun wartet der klare Sieger, nämlich Australien, auf einen Gegner aus Südamerika (siehe oben). In zwei weiteren Qualifikationsspielen wird sich dann herausstellen, ob Ozeanien einen Vertreter nach Japan bzw. Südkorea entsenden kann.
CAF: Afrika-Qualifikation
Fünfzig Mannschaften traten in Afrika an, fünf Länder qualifizierten sich schließlich für die Fußball-WM 2002. Nach einer Play-off-Runde, in der die Zahl der Qualifikanten halbiert wurde, ging es in fünf Gruppen zu je fünf Teams weiter. Die Gruppensieger fahren im Juni 2002 nach Japan bzw. Südkorea.
Qualifiziert haben sich: Kamerun, Nigeria, Senegal, Südafrika und Tunesien.
