Sonntag, 9. September 2001

FORMAT: "Zahle 800 Schilling in SPÖ-Sozialfonds"

Johann Driemer, ÖGB-Vizepräsident, wohnt in einer 4.000-Schilling-Gemeindebauwohnung. Seinen Bruttogehalt beträgt monatlich 160.246.- Schilling. Die geringe Miete rechtfertigt er mit einer monatlichen 800-Schilling-Einzahlung in den SPÖ-Sozialfonds.

Johann Driemer, Chef der Einzelgewerkschaft Bau-Holz und Wiener SPÖ-Gemeinderat mit einer Monatsgage von 160.246 Schilling monatlich brutto, wohnt in einem Gemeindebau im Wien-Favoriten und zahlt lediglich 4.000 Schilling Gesamt-Mietaufwand.

Driemer rechtfertigt die geringe Miete seiner 59-Quadratmeter-Wohnung gegenüber FORMAT: "Dafür zahle auch monatlich 800 Schilling in den Sozialfonds der SPÖ-Gemeinderäte ein."

Neue Details zum im Besitz der Gewerkschaftsbank BAWAG stehenden "Penthouse" von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch am Fleischmarkt in der Wiener City werden nun bekannt. Laut Grundbuch umfaßt Verzetnitschs nach eigenen Angaben "sehr einfache" Dachwohnung inklusive Terrassen nämlich eine Gesamtnutzfläche von insgesamt 207,40 Quadratmeter, für das der ÖGB-Chef allerdings nur 22.077 Schilling bezahlt. Ortsüblich wäre laut Immobilienexperten eine Miete zumindest 35.000 Schilling pro Monat.

Wie jetzt erst bekannt wird, hat der 1996 als Bawag-Generaldirektor pensionierte Walter Flöttl eine 594,46 Quadratmeter Nutzfläche große Dachgeschoßwohnung, samt 53,35 Quadratmeter großem Swimmingpool um nur 8,3 Millionen Schilling erworben. Kommentar von Bawag-Sprecher Dieter Pietschmann: "Kein Kommentar."

Lesen Sie alle Neuigkeiten zum Gagen-Skandal im aktuellen FORMAT!

9.9.2001 09:16