SPEZIAL: TERROR IM NAHEN OSTEN

·Chronologie
Wieder Bomben gegen Israel
·Die Attentäter
Terrorgruppen im Nahen Osten
Binnen weniger Stunden hat eine Serie palästinensischer Anschläge (Grafik) am Sonntag Israel in Angst und Schrecken versetzt. Insgesamt sieben Menschen kamen uns Leben, mindestens 40 weitere wurden verletzt.
An der Kreuzung Beit Lid nahe Netanya im Zentrum Israels und in Nahariya im Norden des Landes sprengten sich Selbstmordattentäter in die Luft und rissen drei Menschen mit sich in den Tod. Nur wenige Stunden zuvor wurden bei einem Feuerüberfall radikaler Palästinenser auf einen israelischen Schulbus im Westjordanland der Fahrer und eine Lehrerin getötet. Die Zahl der Opfer könnte sich noch erhöhen: Über 40 Menschen erlitten bei den drei Anschlägen zum Teil schwere Verletzungen.
Erster Anschlag: Angriff auf einen Schulbus
Zu dem Angriff auf den Schulbus nördlich von Jericho bekannte sich der Islamische Jihad. Dabei wurden der Fahrer des Kleinbusses und eine Lehrerin getötet. Mindestens drei weitere Lehrerinnen erlitten leichte Verletzungen. Die Hamas und der Islamische Jihad hatten nach der gezielten Tötung des radikalen Palästinenserführers Abu Ali Mustafa durch die israelische Armee Ende August blutige Rache geschworen.
Zweiter Anschlag: Drei Tote in Nahariya
In Nahariya sprengte sich der Attentäter inmitten einer Menschenmenge vor dem Bahnhof in die Luft und tötete drei Umstehende. Mindestens 36 weitere Menschen wurden der Polizei zufolge verletzt. Auf der belebten Hauptstraße hatten sich auch zahlreiche israelische Soldaten versammelt, die mit dem Zug in ihre Truppenstützpunkte zurückkehren wollten. Zu der Tat bekannte sich die radikalislamische Hamas-Bewegung. Auf das Konto der Hamas geht auch ein Selbstmordanschlag in Jerusalem, bei dem am vergangenen Dienstag 13 Menschen verletzt wurden.
Dritter Anschlag: Israelische Soldaten als Ziel
Auch in Beit Lid östlich der Küstenstadt Netanya hatte es der palästinensische Täter offenbar auf israelische Soldaten abgesehen. Er zündete den an seinem Leib befestigten Sprengstoff an einer belebten Straßenkreuzung. Nach Polizeiangaben kam der Palästinenser dabei ums Leben, drei weitere Personen wurden verletzt.
Israel reagiert mit Kampfhubschraubern
Israel reagierte umgehend auf die Anschläge. Kampfhubschrauber griffen Augenzeugen zufolge im Westjordanland in Ramallah und El Bireh sowie in Jericho palästinensische Ziele an. Mindestens zwei Raketen trafen ein Büro der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Yassir Arafat. In Jericho wurde eine Basis palästinensischer Einheiten angegriffen. Verletzt wurde dabei nach bisherigen Angaben niemand.
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