Flüchtlinge segeln auf ungewissem Kurs

Die Zukunft der von Australien zurückgewiesenen Boots-Flüchtlinge bleibt weiterhin ungeklärt. Die mehr als 400 Menschen sind immer noch mit einem australischen Marineschiff Richtung Papua-Neuguinea unterwegs. Das Gerichtsurteil über ihr Schicksal verzögert sich weiter!
Der Antrag einer Bürgerrechtsgruppe, die auf die Aufnahme der Flüchtlinge der "Tampa" in Australien geklagt hatte, wurde in Melbourne erneut vertagt. Doch erst wenn das Urteil gefällt ist, können die mehrheitlich aus Afghanistan stammenden Menschen von Bord gehen. Nach australischen Marineangaben sollten sie frühestens Montag die Küste von Papua-Neuguinea erreichen.
Sollte Richter Tony North jedoch gegen den australischen Premier-Minister John Howard entscheiden, wird sich das endgültige Urteil noch hinziehen. Der Hardliner könnte gegen die Entscheidung notfalls bis zum Obersten Verfassungsgericht ziehen. Wenn die Regierung unterliegt, müssen die Flüchtlinge nach Australien zurückgebracht werden.
Die Regierung in Canberra hatte zuvor als Kompromiss vorgeschlagen, die Flüchtlinge nach Papua-Neuguinea zu bringen. Von dort aus sollten sie nach Neuseeland und auf die Pazifikinsel Nauru ausgeflogen werden.
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