Auch EU-Staaten haben Vorbehalte

Die arabischen Länder und die Palästinenser haben den Kompromisstext der UN-Konferenz gegen Rassismus in letzter Minute abgelehnt. Südafrika hatte einen letzten Versuch zur Rettung der Konferenz unternommen, die die Delegierten aus den USA und Israel wegen der Nahost-Passage im Abschlusstext vorzeitig verlassen hatten.
"Sie akzeptieren den Text nicht so wie er ist", sagte eine Sprecherin des Konferenz-Vorsitzenden am Donnerstag im südafrikanischen Durban.
Eine kleine Arbeitsgruppe soll sich nun um eine Einigung bemühen. Sollte dies nicht gelingen, wird der Text gestrichen, der Teil der Abschlusserklärung sein soll.
Nach Angaben europäischer Diplomaten hatten auch die EU-Länder wegen Widersprüchen zum internationalen Recht Vorbehalte gegen den Kompromissvorschlag für die Nahost-Passage. EU-Delegierte hatten am Mittwoch gedroht, die Konferenz zu verlassen, falls Israel in dem Text weiter als rassistisch gebrandmarkt werden sollte.
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