Ungerechtfertigte Reisekostenerstattung

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Die Gagen-Affäre rund um die Postgewerkschafter findet scheinbar eine Fortsetzung. Nun ist der Chef der schwarzen Christgewerkschafter (FCG) Manfred Wiedner ins Schussfeld geraten. Ihm sollen im Dezember 2000 insgesamt 402.000 Schilling an Reisegebühren überwiesen worden sein. Die ihm angeblich nicht zustehen.
Postgeneral Anton Wais ist mit einem neuen Gagen-Skandal seiner Gewerkschafter konfrontiert. Der FCG-Gewerkschafter Manfred Wiedner soll ungerechtfertigte Reisegebühren bezogen haben.
"Nächtigungszimmer", Chauffeur samt Dienstauto
Der Steirer Wiedner war 1995 in den Zentralausschuss - das ist die oberste Personalvertretung der Post - berufen worden. Der Hartberger wollte nicht nach Wien ziehen. Er beantragte ein sogenanntes "Nächtigungszimmer" an seinem Dienstort Wien. Dieses wurde ihm auch im Postzentrum Erdberg zur Verfügung gestellt. Die monatliche Miete dafür beträgt 450 Schilling. Zusätzlich bekam Wiedner bei seiner "Dienstzuweisung" in den Zentralausschuss einen Chauffeur samt Dienstauto.
Stehen Wiedner "Reisekosten" zu?
Laut Reisegebührenverordnung (§ 36 Abs. 1 RGV) müssen Reisekosten innerhalb von sechs Monaten nach Ende der Dienstreise abgerechnet werden. Wird diese Frist nicht eingehalten, erlischt der Anspruch. Wiedner wurde zwischen 1996 und 2000 die Auszahlung der Reisegebühren verweigert.
In einem Streit mit der Unternehmensleitung hat er aber durchgesetzt, dass ihm dieses Geld nachträglich im Dezember 2000 überwiesen wurde. 402.000 Schilling. Und das, obwohl ihm keine Kosten für Reisen entstanden sind (siehe Nächtigungszimmer und dienstauto plus Chauffeur).
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