NEWS: Anzeige wegen Verdacht auf schweren Betrug

Zuerst klang alles bloß nach heftigen Turbulenzen, in denen sich Michael Neumayer und seine Immobilien- firma befinden: Vergangene Woche berichtete NEWS exklusiv über den 52-Millionen-Schilling-Schuldenberg, den der Sohn des größten österreichischen Entertainers mit seiner „BVV-Immobilienverwaltung Ges.m.b.H“ bei mehreren Banken angehäuft hat. Mittlerweile ermittelt jedoch die Staatsanwaltschaft.
Die Creditanstalt hat die Kredite gekündigt, weitere Zahlungen eingestellt. Der Report über die Finanztroubles löste Österreich und Deutschland Schockwellen aus: Die „Krone“ griff den NEWS-Bericht auf, Ö3 ebenso, in München schlagzeilte die Abendzeitung“ auf der Titelseite: „Armer Peter Alexander, auf den bedeutenden Entertainer kommen schwere Zeiten zu – sein Sohn ist pleite. Er hat sich mit einer Immobilie verspekuliert.“ Aber, frei nach Helmut Qualtinger: „Der Papa wird’s scho richten.“
Schwere Angriffe
Einfach wird’s selbst für Peter Alexander (vier goldene Kameras, Dutzende Hit-Filme, Abermillionen verkaufter Schallplatten) nicht werden, denn die Angriffe werden immer wuchtiger: Seit Dienstag dieser Woche liegt in diesem Zusammenhang bei Staatsanwalt Ronald Schön im Wiener Straflandesgericht eine Anzeige (STA/64 ST/42155/01) vor: Die Vorwürfe lauten auf schwerer Betrug (§ 146)“ und „Untreue 153)“.
Ankläger Schön muss jetzt durch Vorerhebungen ausloten und abwägen, ob die Causa zum Kriminalfall werden könnte oder ob die Suppe „für eine Anklage doch zu dünn ist“ und es bei reinen gerichtlichen Vorerhebungen bleibt, was auch der Fall sein kann.
„Werden alles aufklären“
Michael Neumayer gesteht im NEWS-Gespräch zwar ein, dass es Probleme mit meiner Firma gibt“ und diese Schwierigkeiten „alles andere als ein Kasperltheater“ sind. Dennoch sei alles überschau- und bewältigbar, meint er. „Am Ende“, gibt er sich kämpferisch, „wird von den Vorwürfen gegen mich und meinen Partner Alfred Boden nichts mehr übrig bleiben.“ Und: Ich werde Schritt für Schritt alles aufklären“, sagt der 37-Jährige.
Welche Substanz die Vorwürfe gegen Neumayer haben, darüber wollte Staatsanwalt Ronald Schön keinen Kommentar abgeben. Er habe den Akt gerade erst auf den Tisch bekommen, müsse erst die Aktenlage prüfen.
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