Freitag, 31. August 2001

5,5 Prozent mehr Erlöse

Ein kräftiges Umsatzplus hat der heimische Bekleidungshandel im vergangenen Jahr für sich verbuchen können: Mit einem Wachstum von 5,5 Prozent wurden im vergangenen Jahr im österreichischen Einzelhandel mit Bekleidung und Textilien 59,1 Mrd. S (4,29 Mrd. Euro) erlöst.

Das geht aus der neusten Studie von Regioplan Consulting hervor. Das Umsatzwachstum lag damit erstmals seit längerem höher als das Wachstum bei den Verkaufsflächen (plus 3,5 Prozent). Im Jahr davor, 1999, waren die Erlöse der Branche nur unwesentlich gewachsen.

Im Vergleich zu anderen Einzelhandelsbranchen wie Lebensmittel- oder Möbelhandel ist der Bekleidungshandel hier zu Lande nur wenig konzentriert: Die 23 wichtigsten "filialisierten" bzw. Franchiseunternehmen vereinigen nicht mehr als 46 Prozent des Gesamtumsatzes auf sich. Bedeutendste Vertriebsform der Branche ist der Bekleidungsfachhandel, der knapp 80 Prozent des Umsatzes macht. Im Sportfachhandel werden - bei steigender Tendenz - elf Prozent realisiert. Im Versandhandel, der derzeit eher stagniert - fielen 2000 sieben Prozent des Gesamtumsatzes der Branche an. Zwei Drittel des Geschäfts werden mit der Produktgruppe Oberbekleidung (ohne Leder) gemacht, zweitstärkste Kategorie sind "Wäsche, Strümpfe, Blusen und Hemden".

Die bei weitem meisten Filialen verzeichnete RegioPlan mit 327 Outlets auch im vergangenen Jahr für Palmers (inklusive p2). An zweiter Stelle folgte die auf das Billigsegment ausgerichtete Kette T.P.S. (171) sowie KiK. Diese zur deutschen Tengelmann-Gruppe gehörende Textilkette wuchs im vergangenen Jahr aggressiv um 53 auf 129 Filialen. Schöps fiel laut RegioPlan mit 111 Outlets auf den vierten Platz zurück.

Allerdings herrscht bei den Filialen ein reges Kommen und Gehen: "Der österreichische Bekleidungshandel ist durch das Wechselszenario von Standortschließungen einerseits und zahlreichen Neueröffnungen der großen Filial- und Franchiseunternehmen andererseits gekennzeichnet", schreibt RegioPlan seiner aktuellen Analyse des Bekleidungshandels. "In keiner anderen Handelsbranche gibt es so viele Neueröffnungen und gleichzeitig so viele Schließungen."

31.8.2001 11:57