Baukonjunktur-Minus gefährdet Arbeitsplätze

Beim Türen- und Fensterhersteller Gaulhofer in Übelbach wackeln über hundert Jobs. Ende Juli wurden 110 Mitarbeiter beim Arbeitsmarkt-Service angemeldet. Jetzt laufen Gespräche darüber, wer wirklich gehen muss. Auslöser der Probleme ist der Einbruch in der Baukonjunktur.
Wie viele Mitarbeiter tatsächlich gehen müssen, steht noch nicht fest. Aber es ist klar: Es wird Kündigungen geben. Über die Details entscheiden Firmenleitung und Betriebsrat im Laufe des Nachmittags.
So wenig wie möglich
Die Verantwortlichen wollen die Anzahl der Kündigungen so gering wie möglich halten. Der Betriebsrat denkt an ein Altersteilzeitmodell. Für ältere Mitarbeiter würde damit die Arbeitszeit verkürzt werden. Unter gewissen Voraussetzungen würde das AMS einen Teil der Lohnkosten übernehmen, damit sich die finanziellen Einbußen der Betroffenen nicht zu stark auswirken. Sollte man sich auf kein Arbeitszeitmodell einigen können, könnte ein Fünftel der zur Zeit 520 Bechäftigten den Arbeitsplatz verlieren.
Gaulhofer: mehrere Niederlassungen
Die Gaulhofer-Gruppe beschäftigte zu Jahresbeginn nach eigenen Angaben rund 720 direkte Mitarbeiter in vier Produktionsstätten und fünf Vertriebsniederlassungen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die Jahresmenge in Fenstereinheiten beträgt rund 280.000 Stück, im Werk Übelbach wurden jährlich rund 180.000 Fenster hergestellt. Das Hauptwerk der Gaulhofer-Firmengruppe liegt in Übelbach, wo Holzfenster und Holz-Alu-Fenster produziert werden. Auch der Vertrieb für Österreich und der Kundendienst sind in Übelbach angesiedelt.
Zu den wirtschaftlichen Problemen bei Gaulhofer ist es durch den Einbruch in der Baukonjunktur gekommen. Besonders bei der Erzeugung von Holzfenstern ist es laut Geschäftsführung von Gaulhofer zu enormen Rückgängen im Verkauf gekommen.

