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Die Deutsche Telekom will ihre Preise für Telefondienste von Deutschland nach Japan und Australien frei gestalten können. Die Anträge liegen bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vor. Erst heuer erhielt der Ex-Monopolist die Erlaubnis für freie Tarife in die Türkei.
Matthias Kurth, Präsident der obersten Aufsichtsinstanz über den deutschen Telekommunikationsmarkt, ist verantwortlich für die Entscheidung.
Scharf bewacht
Als Marktführer muss der Ex-Monopolist Telekom, anders als seine Wettbewerber, die Gesprächs-Preise stets von der Regulierungsbehörde genehmigen lassen. Abgelehnt hat die Aufsichtsinstanz bereits die Anträge der Telekom für die USA und Dänemark. Inzwischen hat das Unternehmen auch eine Marktbeherrschung für Telefondienste nach Russland, Weißrussland, der Ukraine und Kasachstan bestritten.
Ob die Telekom mit ihrem neuerlichen Antrag erfolgreich sein wird, ist unklar. Es muss geprüft werden, ob ein einzelnes Zielland als eigener sachlich relevanter Markt anzusehen ist.
Die Entlassung der Telekom aus der Regulierung von Telefondiensten in die Türkei im Februar dieses Jahres hatte Kurth damit begründet, dass das Unternehmen nur über einen geringen Marktanteilsvorsprung zum nächsten Wettbewerber verfüge.

