Montag, 27. August 2001

Keine Aussicht auf Beilegung des Lohnkonflikts

Ohne Aussicht auf eine baldige Lösung geht der Streik im Volkswagen-Werk in Mexiko in die zweite Woche. Gewerkschaftschef Jose Rodríguez warf dem Leiter der Schlichtungskommission der Regierung vor, dass er die jüngste Verhandlungsrunde zum Scheitern gebracht habe.

Die Arbeitgeber hatten ihr Angebot zuvor deutlich erhöht und zehn Prozent mehr Lohn sowie eine Erhöhung der Sozialleistungen um sechs Prozent angeboten. Ursprünglich hatten die Vertreter der Beschäftigten 21 Prozent mehr Lohn für die rund 12.500 Arbeiter des VW-Werkes in Puebla gefordert, während VW nur sieben Prozent mehr Lohn anbot.

Die Beschäftigten des Werks in Puebla rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt hatten vor einer Woche ihre Arbeit niedergelegt, nachdem Tarifverhandlungen gescheitert waren. Volkswagen verweist darauf, mit durchschnittlich 1090 US-Dollar (1197 Euro/16471 S) im Monat die höchsten Löhne in der mexikanischen Autoindustrie zu zahlen. In Puebla baut Volkswagen das neue Käfer-Modell, das in 80 Länder exportiert wird. Nach Schätzungen von Experten gehen dem Konzern durch den Streik täglich 25 Millionen Dollar verloren.

27.8.2001 12:41