Wilson bereits jetzt Champion

Der Kärntner Patrick Friesacher ist am Samstag im elften Lauf zur FIA-Formel-3000-Meisterschaft nicht über den zehnten Rang hinausgekommen. Den Sieg sicherte sich der Brasilianer Ricardo Sperafico, der erstmals gewann, in souveräner Manier vor dem Briten Justin Wilson, der damit vorzeitig als Champion feststeht.
Die Entscheidung war aber bereits gefallen, als Mark Webber in der Auftaktrunde von der Piste flog. Der Australier erlitt bei diesem "Abflug" starke Knieprellungen.
Friesacher lag lange Zeit auf Platz fünf bzw. sechs, wurde dann aber im Finish vom plötzlich einsetzenden Regen überrascht und fiel nach einer Kollision mit dem Belgier Bas Leinders auf den zehnten Rang zurück. Seinem Red-Bull-Junior-Teamkollegen Ricardo Mauricio erging es dagegen besser, der Brasilianer schaffte wie schon vor zwei Wochen in Budapest als Dritter den Sprung aufs Podest.
"Schade, heute wäre viel mehr drinnen gewesen. Das Lernjahr geht scheinbar weiter", lautete deshalb der enttäuschte Kommentar von Friesacher, der über ein nicht optimal abgestimmtes Auto ("Falsche Balance und fünfter Gang zu kurz") klagte.
FIA-3000-Wertung nach dem elften von zwölf Rennen
1. Wilson 65 Punkte (damit Champion) - 2. Mark Webber (AUS) Super Nova 39 - 3. Enge 39 - 4. Bourdais 26 - weiter: 8. Mauricio 13 - 10. Friesacher 8
