Freitag, 31. August 2001

Mendieta kehrt nach Valencia zurück

Der vom CF Valencia zu Lazio Rom gewechselte Gaizka Mendieta gibt sich positiv. "Die meisten Leute hier haben mich gut behandelt", stellte der "Abtrünnige" zufrieden fest. Teamchef Camacho hatte die Zuschauer aufgerufen, den ehemaligen Valencia-Spieler nicht mit Pfiffen zu empfangen. Viele nehmen ihm den Vereins-Wechsel immer noch übel.

Mendieta freut sich aber in das Stadion zurückzukehren, in dem er "viele gute Momente" gehabt hatte. "Im übrigen bin ich nicht besorgt darüber, wie mich am Samstag die Zuschauer empfangen, sondern nur, dass wir die Österreicher schlagen und uns damit für die WM-Endrunde qualifizieren."

Billige Karten für Österreich-Match
Die Kartenpreise für das Treffen mit Österreich wurden reduziert, denn man will unbedingt ein volles Stadion. So kostet die billigste Karte 1.000 Peseten (rund 84 Schilling), die teuerste 3.000 (250 ÖS). Wegen der derzeit großen Hitze wurde am Mittwoch das Training auf 10 Uhr vorverlegt, am Abend stand taktisches Training auf dem Programm. Der Mittwoch war übrigens der einzige Tag, an dem die Spanier zwei Mal trainierten.

Aufstellung bleibt vorerst geheim
Über die Aufstellung verliert Teamchef Jose Antonio Camacho (noch) kein Wort, daher wird in den Medien spekuliert. Vor allem die Mittelfeldformation ist offen, manche glauben an die Reihe mit Mendieta, Xavi, Valeron, Vicente, andere an eine etwas defensivere mit Mendieta, Xavi, Albelda, Vicente oder Luis Enrique. Vorne ist Raul fix, sein Partner heißt eher Tristan als Morientes und die Vierer-Abwehr besteht aus Manuel Pablo, Hierro, Nadal, Sergi (Aranzabal). Als Tormann dürfte Camacho wohl eher dem lokalen Canizares gegenüber Reals Casillas den Vorzug geben.

Spanier wollen WM-Qualifikation fixieren
Camacho versucht den Leuten das 9:0 vom März 1999 aus den Köpfen zu bringen. Daher bezeichnet der Teamchef die Österreicher als "harten Gegner, der über eine gute Abwehr verfügt." Er betonte auch unentwegt, dass am Samstag allein der Sieg zähle, das "wie" wäre nicht so wichtig. Denn dann wäre seine Elf schon fix für die WM qualifiziert.

Dass Andreas Herzog und Co über mehr Matchpraxis verfügen, wollen die Spanier, deren Meisterschaft erst am vergangenen Wochenende gestartet wurde, mit Hilfe des Publikums kompensieren. "Die Österreicher sind unser Gegner in der Qualifikation, haben aber das schwierigere Restprogramm", so der Teamchef, der als "Spieler allerdings schon schwerere Qualifikationen geschafft hat".

Spanier beklagen österreichische Härte
Beeindruckt waren die Spanier von der "harten Spielweise" der Österreicher in Wien, dafür sei aber der Schiedsrichter zuständig. Die Österreicher in den Griff zu bekommen, sei aber vor allem Aufgabe seiner Mannschaft, wenn diese das nicht schaffe, dann "wird der Rivale eben besser gewesen sein". Um allen Eventualitäten vorzubeugen, nimmt der spanische Fußball-Verband nun generell und permanent von seinen Teamakteuren Urinproben, schließlich will man nicht von einem Dopingfall überrascht werden.

31.8.2001 09:39