Beach-Volleyballer gewinnen erstes Spiel

Nik Berger und Oliver Stamm stehen bei den Goodwill Games im australischen Brisbane im Viertelfinale. Die Spiele dauern bis Samstag nächster Woche (9. September). Unter den rund 1.300 Teilnehmern aus 70 Ländern ist auch 800-m-Ass Stephanie Graf mit dabei.
Die 5.Goodwill Games haben aus österreichischer Sicht gut begonnen. Das Beachvolleyball-Duo Nik Berger / Oliver Stamm gewann sein erstes Spiel und steht damit bereits im Viertelfinale. Berger/Stamm schlugen die Norweger Vegard Hoidalen / Björn Maaseid mit 2:1 (19, -18, 9). Das nächste Spiel wird allerdings sehr schwer: Mariano Baracetti und Martin Conde, das argentinische Weltmeisterteam von Kärnten, wartet auf die Österreicher.
Rugby wichtiger als Superstars
Bei den Spielen werden Medaillen in 14 Sportarten vergeben, an Preisgeldern gibt es zehn Millionen australische Dollar (80,1 Mio. S) zu verdienen. Bei den Einheimischen ist der große Enthusiasmus und die Begeisterung für die rund 700 Olympia-Finalisten allerdings noch nicht ausgebrochen, da gleichzeitig das Saison-Finale der populären Rugby-Liga stattfindet. Außerdem ist man in Australien nun an den hohen Standard von Olympia in Sydney gewohnt. Aber immerhin 200.000 der 350.000 aufgelegten Tickets sind schon verkauft. Stars wie Ian Thorpe, Michael Jordan, Inge de Bruijn, Marion Jones und Maurice Greene werden also nicht leere Tribünen vorfinden.
Keine Vorkämpfe
Die Athleten sind fast durchwegs per Einladung dabei, nur etwa im Beach-Volleyball gab es einen Qualifikations-Modus. Dadurch laufen die Individual-Bewerbe ohne Vorkämpfe oder Qualifikationen ab, die Stars konzentrieren sich auf ein Rennen. Bei den Aktiven stößt dieser Mangel an Hektik auf Gegenliebe. "Man muss nicht taktieren und die Energie für den Endlauf aufheben. Aber bei dem einen Mal gibst du alles, es gibt nur diese Chance", meint Greene. Ähnlich sieht es Thorpe: "Wir werden viel Spaß haben, es wird eine nette Abwechslung."
Österreichs Schwimmer sagten ab
Ins Schwimm-Becken werden vier Teams springen. Australien, die USA, Europa und der Rest der Welt werden sich um umgerechnet etwa 7,67 Mio. S (557.751 Euro) matchen, dazu kommen pro Weltrekord gut 755.000 S. Nach den Erfolgen bei der WM in Fukuoka erhielten auch Markus Rogan, Maxim Podoprigora und Petra Zahrl Einladungen. "Wir mussten wegen Termin-Problemen aber absagen", erklärt VÖS-Generalsekretär Thomas Gangel.
Graf und Berger/Stamm vertreten Österreich
Günstiger kommen die Goodwill Games für Graf. Nach ihrem Lauf am Mittwoch nächster Woche u.a. gegen Maria Mutola bleibt sie gleich bis zum Grand-Prix-Finale am 19. September in Melbourne auf dem fünften Kontinent. Berger/Stamm sind beim Beach-Volleyball-Bewerb dabei, die Medaillen werden nächsten Dienstag vergeben.
Wettkampf im Surf-Lebensretten
Das Programm ist durch das Veranstalterland kräftig mit geprägt. So stehen Surf-Lebensretten und Triathlon auf dem Wettkampf-Programm. Ansonsten geht es in den Kernsportarten Leichtathletik und Schwimmen sowie Basketball, Beach-Volleyball, Boxen, Bahn-Radfahren, Wasserspringen, Eiskunstlaufen, Turnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolin-Springen und Gewichtheben um den Sieg.
