Kommt Maier bald wieder zurück?

Umfrage: Schafft Hermann Maier das Comeback auf die Ski-Pisten?
Gute Nachrichten für Hermann Maier: Sein Skiausrüster Atomic hält ihm weiterhin die Treue. Und Maiers Konditionstrainer Heinrich Bergmüller glaubt an ein baldiges Comeback des Herminators.
Atomic versucht unterdessen, Maiers Ausfall ohne gröbere wirtschaftliche Einbußen zu überstehen. In Aussendungen an Vertragspartner und Händler in aller Welt betonte die Skifirma, dass auch andere Top-Skiläufer wie Stephan Eberharter oder Lasse Kjus auf Atomic vertrauen. Vorerst will das Unternehmen im Marketing auf die ÖSV-Mannschaft setzen, zumindest so lange, bis sich ein neuer Star herauskristallisiert - oder Maier wieder fit ist.
Salt Lake City ohne Maier
Bisher wollte kein Mediziner eine Prognose abgeben, wann oder ob der zweifache Olympiasieger überhaupt seine Karriere fortsetzen kann. Momentan steht die baldige Genesung absolut im Vordergrund. Eines erklärte sein behandelnder Arzt Arthur Trost jedoch bereits: Die kommenden Olympischen Spiele wird der zweifache Olympiasieger nur als Fernsehzuschauer verfolgen können.
Bergmüller glaubt an Maier
Sein Konditionstrainer Heinrich Bergmüller hielt fest, dass die Frage nach einem möglichen Comeback von vielen Faktoren abhängt. "Wichtig ist aber in erster Linie, dass er wieder gesund wird. Und dann ist es auch eine Frage, wie schnell der Heilungsverlauf erfolgt, wie schnell er sich stabilisiert, ob es Infektionen gibt, etc." Grundsätzlich habe man aber bereits mit der Therapie begonnen. Maier machte am Sonntag bereits erste kleine Rehabilitationsübungen. "Von seiner Verfassung her hat der Hermann so eine gute Grundverfassung, dass es dann kein Problem sein sollte, bald wieder auf dem alten Stand zu sein. Aber er muss auch selbst wollen."
Besserungswünsche helfen Maier
"Entscheidend ist, dass er wieder gesund ist und dass das Ärzteteam sagt, dass man wieder mit dem Training starten kann. Dann ist es möglich, dass er in einigen Monaten wieder den körperlichen Zustand erlangen kann, den er vorher gehabt hat", betonte Bergmüller. Aber eine genaue Dauer sei nicht festzulegen. "Das hängt von zu vielen Faktoren ab", sagte er. Besonders wichtig für Maier seien aber auch die Besserungswünsche auf den diversen Internetseiten. "Das ist eine Bestätigung für ihn, dass die Bevölkerung Anteil nimmt, was besonders dann von Bedeutung sein kann, wenn er wieder zu trainieren beginnt."
Anzeichen von Mut
"Hermann hatte am Samstag ein Tief, keine gute Phase. Aber das ist nach der langen Narkose und der Operation normal. Heute geht es ihm im Vergleich dazu wesentlich besser, er hat schon wieder leichte Anzeichen von Mut. Und es ist wichtig, wenn man bei einem Bekannten oder einer Angehörigen wieder auch nur einen Funken Mut spürt", erklärte sein Arzt Johannes Zeibig, der Maier in Obertauern medizinisch betreut. Der Flachauer liegt nach wie vor auf der Intensivstation, sein verletztes Bein ist hochgelagert, berichtete Zeibig. "Er kann seine Zehen sehen, das ist wichtig, weil er sieht, dass er sie bewegen kann."
Sein Bruder, Snowboarder Alex Maier, erklärte: "Hermann denkt schon darüber nach, wie es weitergeht. Am wichtigsten ist, und das hofft auch Hermann, dass es ihm bald wieder gut geht und dass er bald wieder gehen kann."
