Scharfe Kritik aus eigenen Reihen

FORMAT: Die Krise des ÖGB
Ungewöhnlich harte Kritik an ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch übt Metaller-Chef Rudolf Nürnberger: "Ich würde mir bei ihm mehr Entscheidungsfreudigkeit wünschen. Man kann nicht jedes Problem im Konsens lösen, manchmal muss man auch entscheiden."
Diesen Mangel an Entscheidungsfreudigkeit hat Verzetnitsch schon seit seiner Zeit als Jugendsekretär, erklärte Nürnberger. "Ich habe ihm das immer wieder gesagt. Aber ob es was nützt, ist eine andere Frage".
ÖGB-Chef hofft auf über 50 %
ÖGB-Chef Fritz Verzetnitschs Ziel ist es, dass sich die Mehrheit der ÖGB-Mitglieder an der Urabstimmung beteiligt. Es handelt sich um keine Meinungsumfrage, sondern um Zustimmung oder Ablehnung von ÖGB-Positionen.
Verzetnitsch verteidigte die Nominierung von Eisenbahnergewerkschafter Haberzettl als Sallmutter-Nachfolger im Hauptverband. Es ist für ihn nicht nachvollziehbar, dass Arbeitnehmer-Vertreter von Funktionen ausgeschlossen werden. Man wird deshalb bis zum Verfassungsgericht gehen.
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